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08.08.2015

Der erste Lichtblick für Sarita – ein weiterer für Mugu: Unser 150. „Back-to-Life-Baby“ wurde geboren!

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Wir sind überglücklich, Ihnen heute zu vermelden, dass in unserem neuen Geburtshaus in Kalai die kleine Sarita sicher und gesund zur Welt gekommen ist. Die Kleine wog bei ihrer Geburt etwa 2,5 kg und ist bereits das vierte Kind der erst 21-jährigen Mauri. Auch die Mutter überstand die Geburt bestens.

Wir können es kaum glauben: Es ist schon die 150. Geburt, die wir in unseren bisher vier Geburtshäusern in der bitterarmen – von jeglicher Zivilisation und Infrastruktur abgeschnittenen – westnepalesischen Region Mugu erfolgreich begleiten durften. Bisher mussten die Frauen aus Tradition und Glaubensgründen bei der Geburt ihr eigenes Haus verlassen, um ihre Kinder unter schlimmsten hygienischen Bedingungen in Kuhställen oder Erdlöchern zur Welt bringen. Ein unhaltbarer Zustand für Mutter und Kind, der nicht selten den Tod zur Konsequenz hatte. Wir versuchen deshalb mit dem kontinuierlichen Bau von Geburtshäusern diesen Bedingungen entgegenzuwirken, bis dieser Umstand der Vergangenheit angehört.

Mauri erzählte uns, wie es früher war: „An die Geburt meiner anderen drei Kinder denke ich nur mit Schrecken zurück: Die Zustände im Viehstall waren einfach unerträglich – überall Tierfäkalien und Fliegen! Ich hatte so große Angst, dass meine Babys oder ich sterben würden. Niemand konnte mir helfen oder beistehen. Es war so furchtbar!“

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Sie fährt fort: „Hier im Geburtshaus ist es sauber und warm. Meine Hebamme stand mir die ganze Zeit zur Seite und beruhigte mich falls nötig. Das hat mir sehr viel meiner Angst genommen und ich fühlte mich sehr gut aufgehoben.
Die Hebamme sprach mit mir auch über die richtige Ernährung. Sowohl für mich als auch für Sarita. Und, dass wenn Sarita krank werden würde, ich sofort vorbeikommen kann. Auch sehr dankbar bin ich dafür, dass sie mich über die Möglichkeiten der Verhütung aufgeklärt hat. Denn ich hatte ehrlich gesagt davon bisher keine Ahnung und möchte keine weiteren Kinder. Vier sind definitiv genug!“, sagte Mauri lachend zu unseren Projektmitarbeitern.

Ebenso die übrigen Frauen in Kalai und den anderen Dörfern in denen wir – dank Eurer Hilfe - Geburtshäuser eröffnen konnten, sind überaus glücklich mit dieser positiven Entwicklung in ihren Dörfern. Keine Frau muss sich mehr vor der Geburt fürchten.

150 gesunde Kinder, die unter menschenwürdigen und hygienischen Bedingungen geboren wurden, machen uns sehr stolz und sind ein zusätzlicher Ansporn für uns, diese Idee in weitere Dörfer zu tragen. Doch wir benötigen weiterhin Ihre Hilfe. Bitte unterstützen Sie die Frauen und Babys in Mugu durch eine Geburtshauspatenschaft.

Wir danken allen unseren Paten, die unsere Projekte in Nepal unterstützen, denn ohne Ihnen wäre dieser großartige Erfolg nicht möglich gewesen. Ihr Mitgefühl hat schon viele Menschenleben gerettet.

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