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03.08.2012

Ein neues Haus für Dhanamayas Familie

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Im Mai berichteten wir Ihnen von Dhanamayas neunköpfiger Familie, die durch ein Feuer ihr Holzhaus und all ihre Habseligkeiten verloren hatte und praktisch vor dem Nichts stand. Sie hatten nicht nur kein Dach mehr über ihrem Kopf, sondern auch ihre Kleidung, ihr Geschirr, die Vorräte, die Ziegen, die Solaranlage sowie alle Küchenutensilien und alle Schulsachen der Kinder verbrannten.



In einer ersten schnellen Hilfsaktion verteilten unsere Projektmitarbeiter Nahrungsmittel für die nächsten Wochen, Kochutensilien, Wassereimer, Decken und Kleidung an die Familie. Außerdem erhielt sie ein großes Zelt als provisorische Behausung.
Allen Kindern der Familie ersetzten wir zu ihrer großen Freude und Erleichterung zudem die verbrannten Schulsachen von Uniform, Schultasche bis zu den Schreibheften, damit sie zügig wieder am Unterricht teilnehmen konnten. Die Kinder hatten bereits Angst, nie mehr die Schule besuchen zu können.



Die Familie von Dhanamaya ist sehr arm. Sie versuchen sich mit den Einkünften aus Tagelohn über Wasser zu halten. Viel zu oft, wenn der Vater auch in den Nachbardörfern keine Arbeit finden konnte, muss Dhanamaya ihre Kinder schweren Herzens ohne Abendessen ins Bett schicken.
Das Material für ein neues Haus ist für die Familie daher unerschwinglich, was vor allem den Vater schwer belastete, da er als Ernährer der Familie seinen Liebsten kein Dach über dem Kopf bieten konnte. Dhanamaya berichtete unserem Projektmanager: "Wir waren immer arm und spürten jeden Tag die Härte des Lebens. Als unser Haus abbrannte, verzweifelte mein Mann. Er war wie krank vor Sorge. So habe ich ihn noch nie gesehen. Eines Nachts wachte ich auf und hörte ihn bitterlich weinen. Noch nie habe ich meinen Mann weinen sehen. Er sagte mir, er hätte furchtbare Angst, dass wir alle auf der Straße enden und unsere Kinder zu Straßenkindern würden, ohne Hoffnung und Chance."

 

 

In Nepal gibt es für die armen Bevölkerungsschichten weder die Möglichkeit einer Brandschutzversicherung noch gibt es in solchen Fällen irgendeine Unterstützung vom Staat, weil dieser selbst viel zu arm ist, um derartige Sozialleistungen anbieten zu können.

Doch mit Ihrer Unterstützung konnten wir der Familie helfen sich ein neues kleines Holzhaus mit einem Blechdach zu bauen. Kein Palast also, sondern dem Standard der Nachbarhäuser entsprechend, um Neid innerhalb der Dorfgemeinschaft zu vermeiden. Bei den Bauarbeiten packte die Familie natürlich selbst tatkräftig mit an. Wir kümmerten uns um die Organisation, das benötigte Material und bezahlten außerdem zusätzliche Arbeitskräfte um das Haus schnellstmöglich fertig zu stellen.


Das fertige neue Holzhäuschen der Familie in der Vorder- und Rückansicht

 

Außerdem wird die Familie in Kürze erneut eine Solaranlage und zwei Ziegen erhalten, um wieder Licht und eine alternative Einkommensquelle zu haben.

Dhanamaya und ihre Familie sind sehr dankbar und glücklich: „Es fühlt sich für uns manchmal an wie ein Traum, dass jemand uns in dieser sehr schwierigen Situation geholfen hat. Danke an Back to Life und alle, die ihr Herz für uns geöffnet haben.“





Dem können wir uns nur anschließen und möchten uns bei allen Spendern recht herzlich bedanken.

Ihr Back-to-Life-Team