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06.05.2015

Erdbeben in Nepal (Tag 8, 9 &10 – Teil 2)

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In Kathmandu koordinieren Dikendra und Achyut, unsere beiden Projektleiter, unermüdlich sämtliche Hilfe, die Back to Life gibt. Von der Unterstützung des medizinischen Einsatzes per Helikopter in Sindhupalchowk (nahe Epizentrum, Bergregion, viele Verletzte in den Dörfern) bis hin zur Medikamentenlieferung für das Krankenhaus in Sankhu (außerhalb Kathmandus, schwerstens betroffener Talausläufer). In Zeiten wie diesen ist die Organisation der benötigten Güter äußerst schwierig, doch Achyut und Dikendra haben in den vergangenen Jahren bereits weitreichende Erfahrung gesammelt, was es bedeutet, Hilfsgüter oder Solarsysteme, rauchfreie Öfen in den abgeschiedensten Teil des Landes, die Bergregion Mugu, zu bringen.

Erdbeben Nepal Erdbeben Nepal

Unsere Projektleiter bestätigen, dass in Kathmandu Medikamente und medizinisches Material noch erhältlich sind. Vieles muss gar nicht eingeflogen oder über die Straße gebracht werden, sondern kann vor Ort von den üblichen Großhändlern erworben werden. Deshalb haben wir bisher davon abgesehen, Güter aus Indien kommen zu lassen, auch wenn das durch die Mithilfe unserer indischen Projektmitarbeiter möglich gewesen wäre. Noch finden wir sowohl an Grundnahrungsmitteln, Plastikplanen sowie medizinischem Bedarf genug in Nepal und kaufen alles vor Ort. Denn es ist auch wichtig, die Geschäfte vom Lebensmittelhändler bis zum Apotheker vor Ort zu unterstützen, damit sie erhalten bleiben.

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Nachdem die freien Plätze Kathmandus und die Straßenränder sich weitgehend gelichtet haben, leben dennoch viele Menschen, die alles verloren haben, unter ihnen zahlreiche Wanderarbeiter, auf den Straßen oder in für sie geschaffenen Zeltlagern. Es wird für sie gesorgt, Mahlzeiten werden ausgegeben, Tanklastwagen bieten Wasser, medizinische Hilfspunkte sind überall in der Hauptstadt aus dem Boden gewachsen.

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Dikendra hat sich am Wochenende zusammen mit Tausenden Einwohnern Kathmandus aufgemacht, die Straßen von Exkrementen und Müll zu säubern und Infektionsherde mit Desinfektionsmitteln zu löschen, damit keine Seuchen entstehen können. Das ist überlebenswichtig für die Bevölkerung, insbesondere mit Blick auf den nahenden Monsun. Regierungsstellen rufen zu solchen Aktionen auf, Back to Life konnte 1000 Sets an dringend benötigten Einweghandschuhen, Mülltüten und Atemmasken für die Helfer dazu beisteuern. In den Bildern seht ihr, wie Dikendra mit unzähligen anderen die Straßen und Plätze der Hauptstadt in Handarbeit säubert.

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Alle krempeln jetzt mehr als nur die Ärmel hoch. Sie haben unaussprechliches Leid erfahren und mobilisieren all ihre Kräfte, um zu überleben.

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Bitte helft mit, der Aufbau wird harte Arbeit.

Mit einer Projektpatenschaft Nepal, egal zu welchem Betrag, könnt Ihr langfristig, regelmäßig und direkt helfen.

Danke, dass Ihr unsere Berichte teilt und weiterleitet.

Namaste, Eure Stella

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