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17.06.2013

Muga aus Ruwa - die Kinder Mugus, Westnepal

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Liebe Freunde und Paten von Back to Life e.V.,

bereits mehrfach berichteten wir Ihnen von unseren Projektaktivitäten in der entlegenen Bergregion Mugus (Westnepal). Mit dem Ziel, die dortigen Lebensbedingungen der Familien und vor allem der Kinder zu verbessern, bauen wir u.a. Geburtshäuser, Schulen und Toiletten, installieren Solarlichter und rauchfreie Öfen, bildeten Spargruppen, führen Trainings zu den Themen „Hygiene und Gesundheit“ oder „Landwirtschaft“ durch, verteilen Saatgut oder organisieren Health Camps, um die Familien auch medizinisch zu unterstützen.

Um Ihnen einen besseren Einblick in den Alltag der Bewohner unserer Projektgebiete in Mugu, Westnepal, zu vermitteln, möchten wir heute anhand von wenigen Worten und Fotos die zehnjährige Muga vorstellen.

Muga lebt mit ihrer Mutter Basmati und ihren beiden älteren Schwestern Basanti (11) und Minakshi (15) in dem kleinen Dorf Ruwa des gleichnamigen Bezirks, der einen Tagesmarsch zu Fuß von der kleinen „Hauptstadt“ Gamghadi entfernt liegt. In den 84 Haushalten des Dorfes leben derzeit 426 Menschen. Es gibt in Ruwa keinerlei medizinische Grundversorgung. Mugas Vater ist vor fünf Jahren an Tuberkulose gestorben. Wie bei den meisten Dorfbewohnern konzentriert sich das Leben Mugas und ihrer Familie darauf, das tägliche Überleben zu sichern, weshalb sie leider nicht regelmäßig die Schule besuchen kann, obwohl diese nur etwa 10 Minuten entfernt liegt.

Wenn Muga um fünf Uhr morgens aufsteht, sind ihre Mutter und Schwestern meist schon unterwegs, arbeiten auf dem eigenen kleinen Feld oder versuchen eine Arbeit für den Tag zu finden. Muga muss dann, wie jeden Morgen, Wasser vom Dorfbrunnen holen und nach Hause schleppen. Danach putzt sie die kleine Hütte der Familie, sammelt in den umliegenden Wäldern Feuerholz und bereitet für sich und ihre Schwestern das Frühstück zu, um anschließend das Geschirr abzuwaschen. Nur wenn sie all dies bis 10 Uhr erledigen konnte, hat sie das Glück an diesem Tag die Schule besuchen zu können.

„In die Schule zu gehen, macht mir großen Spaß“, sagt Muga,“denn dies ist der einzige Ort, wo ich Zeit zum Spielen und Ausruhen habe, bevor ich am Nachmittag wieder arbeiten muss. Aber wenn meine Mutter Arbeit für uns alle findet, wie zum Beispiel Holzbalken vom vier Stunden entfernten Nachbarberg zu tragen, gehen wir manchmal tagelang nicht in die Schule.

Seitdem wir Solarlicht in unserem Zimmer haben, müssen wir glücklicherweise nicht mehr ganz so oft Brennholz für uns holen. Doch am Schönsten ist, dass ich an Tagen an denen ich nicht in die Schule gehen kann, nach der Arbeit dank des Solarlichts abends noch ein bisschen in meinen Schulbüchern lesen kann. Schließlich will ich, wenn ich groß bin, Lehrerin werden!“

Wir hoffen, Muga mit Ihrer Hilfe in ihrer weiteren Entwicklung begleiten und unterstützen zu können.

Weitere Fotos zu Muga, ihrer Familie und den Lebensbedigungen in Mugu finden Sie auch auf unserer Facebookseite.