Aktuelles

22.11.2011

Nachtrag zum Erdrutsch in Mugu – laufende Unterstützung notwendig!

Liebe Freunde von Back to Life e.V.,

vor ungefähr zweieinhalb Monaten haben wir Ihnen von den schweren Schäden in der Region Mugu berichtet, die die Regenmassen während des diesjährigen Monsuns in der gesamten Bergregion verursacht haben. Durch die massiven Regenfälle kam es in den weitgehend entwaldeten Gebieten zu Erdrutschen und Sturzbächen, tonnenweise stürzte die Erde mit großer Kraft lawinenartig in die Täler und riss dabei alles mit, was im Weg stand. Häuser, aber auch die Felder, welche die Überlebensgrundlage der Menschen bilden, wurden vielerorts weggeschwemmt.

Die ohnehin schon in bitterer Armut lebenden Einheimischen wurden obdachlos, viele verloren ihr gesamtes Hab und Gut wie Kleidung, ihre Werkzeuge oder auch die Samen für die nächste Aussaat, also die zukünftige Ernte. Für die armutsgeplagte Bevölkerung ist dies eine sehr lebensbedrohliche Situation.

Ohne schnelle Hilfe von außen wären die betroffenen Menschen verloren gewesen. Da die Regierung weder finanziell noch organisatorisch in der Lage ist, ausreichend Unterstützung in dieser Region zu leisten, bat sie alle vor Ort arbeitenden Hilfsorganisationen, so wie auch Back to Life e.V., um aktive Mithilfe.

Back to Life versorgte die Bevölkerung in den betroffenen Projektdörfern sofort ausreichend mit Nahrung, um eine Hungersnot zu vermeiden. Unsere Projektmanager reisten umgehend nach Mugu, um die Soforthilfe einzuleiten und zu koordinieren. Unter ihrer Aufsicht wurden in einer ersten Nothilfeaktion 1.530 Kilo Reis, 142 Kilo Daal (Linsen), 71 Kilo Salz sowie Speiseöl an die am stärksten betroffenen Haushalte, insgesamt 110 Familien, verteilt, um sie in diesen schweren Stunden zu unterstützen. Die Dorfbewohner waren dankbar für die schnelle und direkte Hilfe, mit der eine drohende Hungerkatastrophe zunächst verhindert werden konnte und verhielten sich sehr diszipliniert in dieser ersten Phase während der Nahrungsmittelverteilungen, es gab kein Drängeln und keinen Streit um die Güter, obwohl jede einzelne Familie sich in größter Not befand und die Menschen nicht wussten, wie sie letztlich überleben sollten.

Zeitgleich leiteten unsere Mitarbeiter gemeinsam mit den Dorfbewohnern in gegenseitiger Hilfe den Wiederaufbau der verschütteten und stark beschädigten Häuser ein. Viele der Schäden konnten bereits durch provisorische Reparaturen mit Holz und Stein vorgenommen werden, so dass die Einheimischen zumindest wieder ein Dach über dem Kopf haben. Alle Dorfbewohner packten mit an, jeder teilte sein letztes bisschen Hab und Gut, sofern er noch etwas besaß oder setzte zumindest seine Arbeitskraft ein. Mittelfristig werden wir, wo es von Nöten scheint, die Menschen vor Ort selbstverständlich weiterhin beim sicheren Wiederaufbau ihrer Häuser unterstützen.

Die betroffenen Gemeinden sind auch in Zukunft auf unsere Hilfe angewiesen, um die entstandenen Schäden möglichst schnell beheben zu können und das Überleben der Familien, die Ernte und Felder verloren haben, zu sichern. Ganz konkret läuft momentan in Zusammenarbeit mit der örtlichen Schulverwaltung und den Dorfbewohnern die Planung für einen Schulbau in Seri bereits auf Hochtouren, denn die bisherige Schule, die immerhin 70 Schüler von der 1. bis zur 3. Klasse beherbergte, wurde durch einen Erdrutsch völlig zerstört.

Das neue Schulgebäude, mit dessen Bau aufgrund der Witterung erst Anfang 2012 begonnen werden kann, wird für 120 Schüler aus den Klassen 1 bis 5 konzipiert sein und soll nach etwa einem Jahr Bauzeit fertig gestellt werden. Dies geschieht zusätzlich zu unseren laufenden Projektaktivitäten.

Wir möchten an dieser Stelle besonders jenen Spendern danken, die den Betroffenen spontan ihre großzügige Hilfe zukommen ließen, um akut deren Not zu lindern. Wir hoffen jedoch sowohl für den Wiederaufbau der Schule als auch für die Durchführung der von uns geplanten Projektaktivitäten auf Ihre weitere notwendige Unterstützung.


Herzlichen Dank im Namen der betroffenen Menschen Mugus.

Ihr Back to Life-Team