Liebe Freundinnen und Freunde,
liebe Paten von Back to Life,
mit einer dreifachen Grundsteinlegung in Nepal kann ich Sie zum Februar-Vollmond überraschen. Ja, Sie haben richtig gelesen, drei Bauprojekte nehmen gerade gleichzeitig ihren Anfang, um zu einem Netzwerk zu wachsen.
Dreifache Grundsteinlegung für die Gesundheit
Back to Life startet ein weiteres wegweisendes Projekt für die Gesundheitsversorgung in einem der ärmsten Distrikte im Himalaya. In Sindhuli, Ost-Nepal, haben wir in den Dörfern Ghoksila, Thinkanya und Kirante feierlich die Grundsteine für drei moderne Gesundheitsstationen mit angeschlossenen Geburtsstationen gelegt. Unser Ziel ist, den Menschen in abgelegenen, ländlichen Gebieten medizinische Grundversorgung zu ermöglichen und die Mütter- und Säuglingssterblichkeit dauerhaft zu reduzieren. Die Fertigstellung des 500.000-Euro-Projektes ist für März 2026 geplant.
Unter der Armutsgrenze in Nepal
Schaut man auf die Landkarte, so liegt die Region Sindhuli im Osten Nepals nur 100 km von der Hauptstadt Kathmandu entfernt, dennoch trennen Welten von grundlegender Infrastruktur, Bildungsmöglichkeiten und medizinischer Versorgung diese beiden Regionen.
Im bergigen Sindhuli mit Höhenlagen bis zu 2.800 Metern leben etwa 300.000 Menschen. Das durchschnittliche Jahreseinkommen liegt bei nur 490 Euro, im Vergleich dazu beträgt der Landesdurchschnitt 1.275 Euro. Rund die Hälfte der Einwohner Sindhulis lebt unter der Armutsgrenze von 530 Euro jährlich (knapp 1,50 Euro am Tag). Die Region ist stark unterentwickelt, es mangelt an Bildungsmöglichkeiten, im Durchschnitt besuchen die Kinder die Schule weniger als 4 Jahre.
Zwei Drittel der Haushalte haben keinen Anschluss an eine Wasserleitung, die Frauen müssen das Wasser täglich mühsam herbeiholen.
Krankheiten, die durch kontaminiertes Wasser übertragen werden und mangelnde Aufklärung zu gesundheitlichen Themen führen zu vermeidbaren Todesfällen.
Nur ein einziges Krankenhaus in der Region für 300.000 Menschen zu haben, bedeutet für viele, dass Hilfe unerreichbar ist. Besonders betroffen sind Schwangere, Kinder und alte Menschen.
Ein starkes Netzwerk für die Gesundheit
Für eine dauerhafte medizinische Versorgung spannt Back to Life ein Netz aus drei Gesundheitsstationen, in dessen Zentrum das Krankenhaus von Golanjor steht, das seit 2024 im Bau ist. In dem zweistöckigen Krankenhauskomplex wird ab Sommer 2025 ein 20-köpfiges medizinisches Team arbeiten und umfassende Versorgung von der Diagnostik bis zur Operation anbieten. Zusammen mit den drei Gesundheitsstationen erstreckt sich die Reichweite auf 36.500 Menschen, die dann endlich Zugang zu Ärzten und professioneller Geburtshilfe haben werden.
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Die Gesundheitsstationen werden neben Erster Hilfe die Behandlung übertragbarer Krankheiten sowie deren Eindämmung und Prävention durch Aufklärung im Fokus haben. In den angeschlossenen Geburtsstationen dreht sich alles rund um die Mutter-Kind-Gesundheit:
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Ein Projekt für die Menschen – mit den Menschen
Das Projekt wird in enger Partnerschaft mit der lokalen Bevölkerung realisiert. Die Dorfgemeinschaften stellen das Land, ebnen die Baufläche ein und legen einen Weg an, damit das Baumaterial bis zur Baustelle angeliefert werden kann. Back to Life übernimmt den erdbebensicheren Bau und die medizin- und pflegetechnische Ausstattung sowie die Installation von Solarstrom und den Wasseranschluss.
Außerdem sorgen wir für regelmäßige Schulungen der medizinischen Fachkräfte und Mitarbeiter, die dadurch die Infrastruktur eigenständig betreiben können. Die Bezirksregierung sichert die langfristige Finanzierung nach Inbetriebnahme im März 2026. Darüber hinaus werden wir regelmäßige Wirkungsanalysen durchführen.
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Mit einer Investition von insgesamt 1,1 Millionen Euro schafft Back to Life in Sindhuli ein nachhaltiges Vorbildprojekt, das zeigt, wie gute Entwicklungszusammenarbeit Leben retten und verbessern kann. Wir danken den Spenderinnen und Spendern von ganzem Herzen, die das möglich machen.
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Helfen Sie mit, liebe Freundinnen und Freunde, wie Sie sehen, können wir gemeinsam Großes schaffen.