Rettung in letzter Minute

Mit letzter Kraft erreichte die 18-jährige Sandhya Nepali unser Geburtshaus in Loharbada in Mugu. Die im 7. Monat Schwangere litt unter starken Blutungen. Unsere Hebammen erkannten sofort den Ernst der Lage. Sie entschieden, dass Sandhya sofort in ein Krankenhaus überführt werden muss, denn es bestand akute Lebensgefahr für Mutter und Kind. Jede Minute war wichtig, wir durften keine Zeit verlieren. Im Dezember gibt es nur wenige und unregelmäßige Flüge von und nach Mugu, da bei ungünstiger Wetterlage oder Schneefall nicht geflogen wird. Trotzdem gelang es unserem Team vor Ort, Sandhya und ihren Mann mit dem nächsten Flug ins Tiefland zu bringen. Dort brachten wir sie in das Nepalgunj Zonal Hospital.



Das war gerade noch rechtzeitig, wie uns die Ärzte in Nepalgunj bestätigten. Die Diagnose: Sandhya litt unter einer Fehllage der Plazenta, wodurch der Uterus vollständig blockiert war. Es gelang den Ärzten, die Blutungen zu stoppen und so das Leben beider zu retten. Der behandelte Arzt sagte uns: „Es ist ein kleines Wunder, dass das Baby überleben konnte. Die Situation war lebensgefährlich für Mutter und Kind.“

Die sieben Wochen bis zur Geburt verblieb Sandhya unter medizinischer Beobachtung im Krankenhaus. Die Behandlung dort war kostenfrei und für die benötigten Medikamente, die Mahlzeiten und den Transport kam Back to Life auf. Sandhyas Mann musste schon bald nach Mugu zurückkehren, um Geld zu verdienen. Seine Mutter kam dafür ins Tiefland und umsorgte Sandhya im Krankenbett.

Als der errechnete Geburtstermin verstrich, entschied der Arzt, einen Kaiserschnitt durchzuführen. Mit Erfolg: Mutter und Kind sind wohlauf – das Mädchen wog 3 Kilo bei der Geburt und war bei bester Gesundheit. Nur wenige Tage später kehrte Sandhya mit ihrer Tochter zurück in die Berge Mugus, wo ihr Mann sie schon sehnsüchtig erwartete.

Sandhyas Schwiegermutter dankte uns: „Sandhya und ihr Kind hätten es nicht überlebt, wenn Back to Life nicht geholfen hätte. Es bricht mir das Herz, mich daran zu erinnern, wie viele Frauen bei uns schon an Komplikationen und Blutungen während der Schwangerschaft gestorben sind. Das muss nun nicht mehr passieren. Danke an das Back to Life-Team, dass ihr so schnell reagiert habt!“

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