MEERA: LEBEN MIT EINEM WURM IM KOPF

Großes Glück im Unglück erfuhr Meera (16): Mehrere Wochen klagte sie über immer häufiger und stärker werdende Kopfschmerzen. Folgeuntersuchungen im Apollo-Krankenhaus und diverser Fachärzte in der Benares Hindu University bestätigten, dass sich ein Wurm in ihrem Kopf eingenistet hatte (Neurocysticercosis). Der Verdacht lag nahe, dass Meera den Parasit durch die Einnahme unsauberen Wassers oder verdreckter Speisen außerhalb des Kinderheims, vielleicht während des mehrtätigen Besuchs ihrer Mutter im Rahmen der Holi- Feierlichkeiten, aufnahm. Unter der Aufsicht von Dr. Singh durchlief sie daraufhin eine zweiphasige Behandlungstherapie: Zunächst galt es, den Wurm zu töten und eine bevorstehende Vermehrung zu vermeiden, die unbehandelt zu irreparablen Hirnschäden bzw. einem Schlaganfall hätte führen können. In der zweiten Phase wurde der Parasit durch entsprechende Medikamente aufgelöst, damit dessen Reste über das Blut aus dem Gehirn ausgespült werden konnten.

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