DIREKTE HILFE – FREUDE ÜBER DIE EIGENE WASSERPUMPE

Im Sommer des Jahres 2008 ist unser Team erneut in die Dörfer ehemaliger Leprapatienten gefahren, um ihnen Hilfe zur Selbsthilfe anzubieten, damit sie und ihre Familien ihr Auskommen im Dorf bestreiten können. Dieses Mal haben zwei meiner Teammitglieder gemeinsam 3 Dörfer und insgesamt 5 Familien besucht, sich ein Bild von den Gegebenheiten des Dorfes, seiner Gemeinschaft sowie der Situation der Familie gemacht und direkte Hilfe eingeleitet.

So hat Dasun für sich und seine Familie eine Wasserpumpe erhalten: Dasun kann zwar nicht selbst auf den Feldern arbeiten, er ist nicht nur von der Lepra gezeichnet, er ist auch alt geworden und leidet unter einer starken Gehbehinderung, ohne Stöcke kann er nicht laufen und seine Knie zittern ständig unkontrollierbar. Seine erwachsenen Söhne arbeiten als Tagelöhner auf Feldern und bestellen den bescheidenen Acker, der der Familie gehört. Das Feldstück ist klein, aber genug, um zusammen mit dem Tagegeld als Hilfskräfte zu überleben. Bisher mussten sie sich eine Pumpe zur Bewässerung ihres Feldes kostspielig leihen, abgerechnet wurde pro Stunde. 
Der größte Wunsch Dasuns - seit Ausbruch seiner Krankheit und der damit verbundenen menschenunwürdigen Furcht - ist, seine Familie versorgt zu wissen. Dasun war glückselig an dem Tag, als seine Familie die Pumpe erhielt: die Erleichterung, die Hoffnung, dieses Glück lässt sich nicht in Worte fassen.