DEM LEID FOLGT NOCH MEHR LEID

Bereits 2012 berichteten wir über das traurige Schicksal von Savitri, einer nur vierundzwanzig Jahre jungen Frau, deren ganzer Körper mutwillig von Ehemann und Schwiegermutter mit Batteriesäure verätzt wurde. Ihr sanftmütiges und zugleich stolzes Wesen, außer der notwendigen medizinischen Hilfe zur Wundversorgung, keine weitere Unterstützung entgegen nehmen zu wollen, beeindruckte uns sehr. Savitrtri versucht, den täglichen Lebensunterhalt durch den Verkauf von Postkarten zu sichern. Seit ihrer Ankunft in Benares schläft sie auf den Treppenstufen des Dasaswamedh-Ghat.

Umso trauriger ist, dass Savirtis Leid und Unglück nicht abzunehmen schien. Als unser Projektleiter, Christian Eyl, Savitri eines Nachts im Februar am Ghat traf, brach sie in Tränen aus. Bereits das zweite Mal in diesem Monat hätten sie Unbekannte nachts schlafend niedergerungen, die Hände auf den Mund gedrückt, so dass sie nicht schreien konnte und gleichzeitig alles Hab und Gut abgenommen; Geld, Postkarten, einfach alles. Fortan ist sie als „leichtes Opfer“ gebrandmarkt und würde dasselbe Schicksal immer und immer wieder erfahren. Um sie vor weiteren Tätlichkeiten zu schützen, finanzieren wir nun ein kleines Zimmer für Savitri und unterstützen sie beim Kauf der wichtigsten Einrichtungsgegenstände, wie zum Beispiel Gaskocher, Geschirr, Besteck und Matratze.

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