DER BESTE PLAN GEGEN AUSBEUTUNG: KINDER STARK MACHEN

Indien spielt weltweit eine führende Rolle bei der Kinderarbeit: Geschätzt bis zu 50 Millionen Kinder werden ausgebeutet – ohne Chance auf eine Kindheit, bei geringer Lebenserwartung und unzureichender Ernährung. Viele besuchen nie Schulen und leiden unter Gewalt, Missbrauch und Abhängigkeit. Deshalb führten wir von 2008 bis 2013 mit unserer damaligen indischen Partnerorganisation die Initiative „Saksham“ durch – in 30 städtischen Slums und 70 umliegenden Dörfern von Benares. Ziel war die Förderung von Kinderrechten und die Verbesserung der Lebensumstände von benachteiligten Familien mit Kindern. Darüber hinaus ermöglichten wir in 13 Slums von Benares sogenannte „non-formalen Schulen“ (NFE-Center), in denen wir den Kindern der Ärmsten die Chance auf etwas Bildung und vielleicht sogar den Weg auf eine staatliche Schule ermöglichten. 

Für ein Leben nach der Kinderarbeit

Die vielen Erfolge unserer sozialen Projekte in den Slums und Dörfern in und um Benares bewiesen, dass die Gemeinschaften gelernt hatten, unsere Konzepte der „Hilfe zur Selbsthilfe“ umzusetzen. Deshalb konzentrierten wir uns bei unserem Kinderrechte-Projekt – die „Zentren für non-formale Schulausbildung“ (NFE), die wir in 13 Slums von Benares betrieben. Unser Angebot an „Slumschulen“ richtete sich an ca. 400 Kinder von sechs bis vierzehn Jahren, denen aufgrund ihrer Kaste der normale Schulbesuch verweigert worden war. Die meisten Kinder mussten bis zum Mittag einer Arbeit wie dem Müllsammeln nachgehen und bereiteten sich dann freudig auf den speziell auf sie zugeschnitten Schulunterricht vor. Am Nachmittag schließlich wurden sie von unseren Sozialarbeiterinnen unterrichtet. Unser Ziel war, den Schülern eine Einschulung oder zumindest eine Grundausbildung zu ermöglichen, so dass sie nicht als Analphabeten enden müssen. Das gelang immer wiedernmit Erfolg: Immer wieder konnten wir Kinder in normalen Schulen anmelden. 

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