DAMIT DAS MARTYRIUM ENDET, NICHT DIE KINDHEIT: DIE INITIATIVE „SAKSHAM“ (2008-2013)

Jede Dorf- und Slumgemeinde gründete Foren zum Thema „Einhaltung und Gewährleistung von Kinderrechten“ – für Erwachsene und Kinder. Im Rahmen der Treffen wurden Kinder- und Frauenrechte, Ausbildung, Gesundheit, sauberes Trinkwasser, Straßen, Elektrizität und die fehlende oder missbräuchliche Verwendung von Hilfsleistungen sowie Lösungswege thematisiert. Viele Gemeinden beendeten dadurch Kinderehen, -arbeit und Missbrauch. Weitere organisierten Kampagnen gegen Alkoholismus und Spielsucht. Auch beim „women empowerment“ wurden große Erfolge erzielt, bei dem Frauen lernten, Selbstverantwortung zu übernehmen, um an- erzogene Ohnmacht und Einflusslosigkeit zu überwinden. Im Forum für die Kinder förderten wir mit Spielen, Theater sowie Tanz und Musik die Kreativität und Ausdrucksfreude und belehrten über Rechte, die Bedeutung einer Schulausbildung sowie über Hygiene und Gesundheitspflege.

In ländlichen Gebieten sind Hilfsleistungen wie Gesundheitsvorsorge oder Bildung meist nur mangelhaft verfügbar. Oft herrscht Angst vor Regierungsstellen oder Unwissenheit, welche Leistungen zustehen. Mit Hilfe des „‚Government Community Interface“ gelang es, die Zusammenarbeit mit Behörden und Schulen zu verbessern. Dadurch wurden Probleme mit staatlichen Plänen und Programmen früher erkannt und die Umsetzung staatlicher Hilfen ermöglicht – wie Jobkarten, Witwenrenten oder Brunnen- und Straßenbau. Über mobile Health Camps wurden Gesundheitsleistungen erbracht. Gleichzeitig wurden Maßnahmen ergriffen, um Lücken zwischen Gesundheitsbedürfnissen der Kinder und verfügbaren öffentlichen Gesundheitsleistungen zu schließen.

Die Ziele von Saksham:

  1. Aufklärung der Gemeinden über die Rechte der Kinder, Bildung von Kinderforen, um den Kindern die Möglichkeit auf Austausch untereinander zu geben und um ihre Bedürfnisse der Erwachsenenwelt näherbringen zu können.
  2. Den Kindern aus schwierigen Verhältnissen einen besseren Zugang zur Bildung zu ermöglichen durch Bereitstellung von Bildungsgrundlagen und zur Kontrolle der Ausbildungsqualität an den Schulen.
  3. Stärkung der Gesundheitssysteme der Gemeinden durch zusätzliche Kranken- und Gesundheitspflege und Aufklärung für ein gesundes Aufwachsen der benachteiligten Kinder.
  4. Vermitteln von Wissen und Fähigkeiten für eine bessere Bewältigung der eigenen Lebenssituation.
  5. Etablierung der Interessenvertretung der Kinder-Agenda in verschiedenen Bereichen der Regierungspolitik.

Kontrolle und Buchhaltung

Die gesamte Initiative wurde von der weltweit tätigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young unterstützt, begleitet und auch kontrolliert.

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