ORGANISIEREN IM CHAOS – UNSERE SOFORTIGE UNTERSTÜTZUNG FÜR DIE OPFER

Nachdem wir uns persönlich vergewissern konnten, dass wir sowohl innerhalb unseres Teams vor Ort, den dazugehörigen Familien sowie auch in unseren Projektgebieten in Mugu und Chitwan zu unserer großen Erleichterung keine Todesopfer zu beklagen hatten, war für uns klar, dass Back to Life schnell handeln musste, um den Bedürftigen in dieser Katastrophe umgehend helfen zu können. Unsere Projektleiter, Dikendra und Achyut, koordinierten in den ersten Tagen unermüdlich sämtliche Hilfsleistungen direkt von Kathmandu aus. Und das unter schwierigsten Bedingungen: Denn zum einen war die Fortbewegung in vielen Teilen des Landes nur äußerst beschwerlich zu bewältigen und somit betroffene Gebiete, wenn überhaupt, nur unter größtem Aufwand zu erreichen. Zum anderen aber mussten ihre eigenen Familien zu diesem Zeitpunkt unter provisorischen Zeltplanen ausharren, um bei erneuten Beben nicht doch noch von Trümmern erschlagen zu werden.

Liegen unsere Schwerpunkte normalerweise in der Hilfe zur Selbsthilfe, so war jetzt vorrangig, die Opfer mit dem Wichtigsten zu versorgen, um ihr Überleben zu sichern.

Unsere Sofortmaßnahmen:

  1. Notversorgung der vom Erdbeben betroffenen Bevölkerung mit Nahrungsmitteln, Wasser, Kochgeschirr, Medikamenten und Wasseraufbereitungstabletten 
  2. Notunterkünfte und Schutz für Familien, die ihr Haus oder ihre Hütte verloren hatten. 
  3. Medizinische Notfallhilfe – Unterstützung von Krankenhäusern außerhalb Kathmandus sowie Organisation und Einsatz von Ärzteteams per Helikopter in der Bergregion Sindhupalchok 
  4. Vermeidung von übertragbaren Krankheiten und Epidemien durch Grundwasserversorgung und Aufklärungskampagnen

Nothilfe in Chitwan

In unserem Projektgebiet Mugu in Westnepal war zum Glück das große Desaster ausgeblieben – unsere Projektdörfer, Geburtshäuser und Schulen blieben intakt. Auch waren keine Opfer durch Steinschläge und Erdrutsche zu verzeichnen. Unsere Unterstützung lief deshalb zuerst in den von uns betreuten Siedlungen Chitwans in Südnepal an: Direkt nach dem Beben erhielten die notleidenden Familien, deren Häuser zerstört oder beschädigt waren, unsere Nothilfe – neben Zeltplanen, Decken, Koch- und Essgeschirr, Matten, auch für ca. einen Monat Grundnahrungsmittel. Das hat geholfen, die erste schwere Zeit zu überbrücken. Ganze 70% der Nepalis leben von der Landwirtschaft. Im nächsten Schritt teilten wir deshalb an die Familien gezielt Saatgut aus, um einen völlig Ernteausfall zu verhindern. Denn viele hatten mit ihren Häusern auch ihr gesamtes Saatgut verloren. Landwirtschaft, die vom Erdbeben schwer getroffen worden war. Wir mussten schnell handeln, damit die Betroffenen nicht langfristig von Hilfsleistungen abhängig werden würden.

Wir haben langjährige Erfahrung mit Programmen zur Einkommensgenerierung und Verbesserung landwirtschaftlicher Produktivität. Deshalb haben wir diese auf die Erdbebenopfer ausgeweitet. Ferner verhalfen wir Familien zur schnellen Aussaat, damit die Monsunzeit zur Nahrungsproduktion genutzt werden konnte. Saiso- nales Gemüse wuchs innerhalb weniger Wochen heran und konnte so auch zum Teil auf dem Markt verkauft werden.

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