WIE BRINGT MAN EIN DORF NACH VORNE?

Die Hilfe zur Selbsthilfe, die wir in den Projektdörfern im Süden Nepals, im Distrikt Chitwan, durchführen, zielt auf die Eigeninitiative und Beteiligung der Dorfbewohner ab, so dass sie sich Existenzgrundlagen schaffen können und schließlich unabhängig von äußerer Hilfe werden. Wie schon bei unseren Projekten in Mugu gingen auch hier dem Projektstart intensive Untersuchungen durch unsere Projektmanager voraus. Dabei wurden in den verschiedenen Gemeinden Evaluierungen bezüglich der Anzahl der dort ansässigen Familien und deren Größe durchgeführt, weiterhin wurden umfangreiche Daten über die wirtschaftliche und gesundheitliche Situation sowie über die Lebensumstände erhoben. Auf Basis dieser Informationen erarbeiteten wir einen Projektplan, um eine kinderfreundliche Umgebung zu schaffen und die sozio-ökonomische Situation der Dorfbewohner zu verbessern. Da sie in der nepalesischen Gesellschaft entweder zu den untersten Kasten oder zu den Kastenlosen, den „Ausgestoßenen“, zählen, leben sie ausnahmslos unter ärmlichsten Verhältnissen und müssen tägliche Diskriminierungen erfahren.

Wichtigstes Ziel zu einer langfristigen Verbesserung der Lebensumstände ist die Verbesserung der Ausbildungssituation, speziell die der Mädchen. Da den Familien durch den Schulbesuch des Kindes eine Arbeitskraft und Einkommensquelle verloren geht, fördern wir parallel zu der direkten Schulausbildung der Mädchen auch die (ökonomische) Entwicklung der Familien und Gemeinden. Die Aktivitäten sind gezielt darauf ausgerichtet, die Familien mittelfristig in die Lage zu versetzen, mehr eigenes Einkommen zu erzielen, um sich selbst versorgen und ihren Kindern den Schulbesuch ermöglichen zu können. Deshalb erarbeiten unsere Sozialarbeiter gemeinsam mit den Einheimischen Ideen und Lösungen zur Verbesserung ihrer sozio-ökonomischen Situation, rufen regelmäßige Workshops zur Einkommenssicherung ins Leben und leiten in den Dörfern Mikrokreditprogramme ein. Weiterhin zielen wir darauf ab, die hygienischen Bedingungen sowie die Gesundheitsvorsorge zu verbessern. Alle Aktivitäten finden unter aktiver Beteiligung der Dorfbewohner statt, die sich hierzu in Gruppen selbst organisieren.

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