CHANCENGLEICHHEIT FEHLANZEIGE

In Nepal ist Schulbildung mit erheblichen Kosten für die Familien verbunden, von Gebühren bis hin zu einem beträchtlichen Betrag für Bücher, Schultasche, Schreibwaren, Schuluniform, Schuhe und Nachhilfeunterricht. Besonders für arme Familien ist das eine meist nicht tragbare finanzielle Belastung, gerade mit mehreren Kindern im schulfähigen Alter.

Frauen und Mädchen haben in den Dörfern traditionell eine sehr schwache soziale Stellung und deshalb aus eigener Kraft oft keine Chance auf regelmäßige Bildung. Daher erhalten bisher meist nur Jungen eine abgeschlossene Schulausbildung. Die Mädchen haben fast immer das Nachsehen. Sie müssen schon im Kindesalter im Haushalt und in der Landwirtschaft mitarbeiten, da sie aufgrund der geringen Einkommen der Familien als Arbeitskraft dringend benötigt werden. Außerdem werden noch immer viele Mädchen (viel zu) früh verheiratet, oft noch im Kindesalter. Fast die Hälfte aller 15- bis 19-jährigen Mädchen sind bereits Ehefrauen und Mütter. Die Lebenserwartung der Dalit-Frauen in Chitwan liegt etwa 10 Jahre unterhalb des Landesdurchschnitts.

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