NEPAL – EINES DER ÄRMSTEN LÄNDER DER WELT

Der südasiatische Binnenstatt Nepal ist seit 2008 eine Republik, nachdem die Monarchie nach einem 10-jährigem Bürgerkrieg (1996-2006) abgeschafft worden war. Erst seit 2015 gibt es eine offizielle Verfassung, die jedoch umstritten ist, da sie einige ethnische Minderheiten benachteiligt. Nepal gilt als eines der ärmsten Länder der Welt ­– die Mehrzahl seiner fast 30 Millionen Bewohner lebt von weniger als 2 Dollar Einkommen pro Tag weit unterhalb der Armutsgrenze.

Die vorherrschende Religion ist der Hinduismus mit ca. 80% der Bevölkerung, weitere 9% sind Buddhisten, ca. 4% Muslime und ca. 1,4% Christen. Im Norden grenzt das Land an China – im Osten, Süden und Westen an Indien. Vor allem zu Indien besteht eine große wirtschaftliche Abhängigkeit, was Nepal im Rahmen der Versorgungskrise von 2015 und 2016 an die Grenze seiner Belastbarkeit bringt. Denn der von Indien gestoppte Export von Brennstoffen und weiteren Gütern führt dazu, dass nahezu die komplette Industrie sowie große Teile des Transportwesens am Boden liegen.

Im Land existieren über 100 unterschiedliche ethnische Gruppierungen und Kasten sowie 124 gezählte Sprachen und Dialekte. Diese kulturelle Vielfalt sorgt immer wieder auch für Spannungen unter der Bevölkerung und führt zu Ausschreitungen.

Als politisches und kulturelles Zentrum fungiert die Hauptstadt Kathmandu mit ca. 1.000.000 Millionen Einwohnern. Sie ist die größte Stadt des Landes und wirkt wie ein Magnet auf die armen Menschen aus den Dörfern des Landes, die sich hier besser Jobchancen erhoffen. Der Tourismus ist hier wie auch im Rest des Landes eine der wichtigsten Einnahmequellen. Es locken altehrwürdige Tempelanlagen und atemberaubende Trekkingrouten. Nach den verheerenden Erdbeben im Frühjahr 2015 mit ca. 9000 Toten ist dieser stark zurückgegangen, was die Versorgungssituation vor Ort sowie auch den Wiederaufbau zusätzlich erschwert.

Das könnte Sie auch interessieren: