NUR WISSEN SCHAFFT VERÄNDERUNG: UNSERE TRAININGS UND WORKSHOPS

In allen Projektdörfern halten wir zwei bis drei Jahre lang regelmäßige Trainings ab:

Die Teilnehmer vermitteln ihre Erkenntnisse wiederum ihren Familien und Nachbarn. Da es oft kulturelle Einschränkungen gibt, ist eine Diskussion zwischen den Dorfbewohnern eminent wichtig. Denn nur gemeinsam können neue Wege definiert, akzeptiert und beschritten werden, sowie eine Bewusstseinsbildung stattfinden. Ziel: Die Trainingsteilnahme bewirkt eine nachhaltige Verbesserung der Lebensumstände.

 

Wie bekämpft man Cholera und Typhus? Mit Toiletten

Aufgrund des niedrigen Bildungsstandes ist den Menschen Mugus der Zusammenhang zwischen den extrem unhygienischen Zuständen und regelmäßigen Krankheiten nicht bewusst. Eigene Toiletten kann sich ohnehin keiner nicht leisten.

Durch kontinuierliche Trainings informieren wir über Hygiene, Körper- und Zahnpflege, sauberes Trinkwasser und hygienische Zubereitung der Mahlzeiten. So wird eines Tages jeder Haushalt ein eigenes Toilettenhäuschen zur Verfügung haben. 

 

Aus nichts wird Unabhängigkeit: Von der Spargruppe zur Mikrobank 

  1. Unsere Sozialarbeiter gründen in den Dörfern Spargruppen, in die jeder Haushalt eine Person entsendet. Besonders Frauen werden zur Teilnahme ermutigt. Unser Team bringt schrittweise bei, wie man trotz harter Lebensumstände Geld ansparen kann, um ein gemeinsames Grundkapital aufzubauen. Durch die Betreuung lernen die Gruppen, Treffen selbst zu organisieren und schriftlich zu dokumentieren. Parallel bieten wir auch Alphabetisierungskurse in Kooperation mit der nepalesischen Regierung an.
  2. Um anzusparen, einigt man sich auf einen monatlichen Sparbetrag wie z.B. 50 NPRs (ca. 30 Cent) pro Kopf. Wenn ein Grundkapital angespart wurde, beginnt nach 1-2 Jahren das Kreditvergabetraining und darauf die Vergabe von Kleinstkrediten untereinander. Kredite werden dann in Absprache aller zu einem Zinssatz von 2 Prozent genehmigt: So können sich Haushalte Geld leihen, um Häuser auszubessern, Saatgut zu kaufen oder sich neue Lebensgrundlagen durch Eröffnung von Geschäften oder Kleinbetrieben zu schaffen.
  3. Die Spargruppen, die sich zusammenschließen, bilden eine staatlich anerkannte Mikrobank, in der sie ihr Kapital zusammenführen können. Zudem können Dorfgemeinschaften gemeinsame Projekte wie z.B. einen Brunnenbau finanzieren: Ein konkreter Schritt in die Unabhängigkeit.

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