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29.06.2017

Die Schule grüner machen – Umweltbewusstsein für die Zukunft

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Es mag auf den ersten Blick überraschend anmuten, die Nachkommen eines Naturvolks stärker „mit der Natur verbinden“ zu wollen. Doch im Rahmen des „Weltumwelttages“ am 5. Juni war das Motto „Connecting people to nature“ Ausgangspunkt für Umwelt-Aktivitäten an unseren Schulen in Chitwan. Sicher wächst diese Generation junger Nepalis glücklicherweise noch in Dörfern umrundet von grüner Natur auf. Doch in Zeiten der zunehmenden Globalisierung und Urbanisierung dehnen sich Städte immer mehr aus und junge Menschen armer Landstriche wandern zunehmend ab – in der Hoffnung in den kleinen und großen Metropolen besser bezahlte Arbeit zu finden.

Die artifiziellen Strukturen der wachsenden Städte führen zwangsläufig zu einer schleichenden Entfremdung des Menschen von der Natur. Das gilt in Asien wie in Europa. Unser Aktionstag an den Schulen diente somit im Prinzip einer Art Vorbeugung, um bei den Kindern nachhaltig das Bewusstsein zu schärfen, wie wichtig es ist, die innere Verbindung zur Natur nicht abreißen zu lassen und diese zu schützen. Denn auch in urbanen Situationen ist es bis zu einem gewissen Grad möglich, umweltfreundlich, nach ökologischen Kriterien zu leben.

Um dafür eine Basis zu schaffen, riefen wir nach einem Vortrag die Kinder auf, ihre Schulen grüner zu machen. Dabei wurde das Schulgelände zuerst von den Kindern von jeder Art umherliegenden Mülls befreit, anschließend Gewächse gepflanzt und diese gewässert. Ein Mädchen zieht begeistert ein positives Resümee: „Die Beziehung zwischen Mensch und Natur läuft in beide Richtungen: Wenn wir die Natur lieben, wird sie auch uns Liebe zeigen. Und wenn wir die Natur bewahren, wird sie für uns auch in der Zukunft ein freundlicher Lebensraum sein.“ 

 

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