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30.07.2017

Das Ende der Wassernot: 11 neue Zapfstellen für Bhaduwar

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Verhängnisvolle anderthalb Minuten für das kleine nepalesische Bergdorf in Nuwakot – Bhaduwar wurde 2015 während der Erdbeben nahezu ausradiert. Seine 538 Bewohner mussten hilflos mitansehen, wie ihre Häuser Teil einer einzigen Trümmerwüste wurden. Auch die Wasserversorgung des Orts wurde damals völlig zerstört. Neben dem Wiederaufbau der Dorf-Grundschule, die nun bald eröffnet werden wird, kümmert sich Back to Life deshalb – in Kooperation mit der Dorfbevölkerung – auch um die dringend nötige Wiederherstellung der Wasserleitungen. Doch wir entschieden uns dafür, diese nicht bloß zu reparieren, sondern im Zuge dessen auch grundlegend zu verbessern. Mit dem Resultat, dass Bhaduwar nun statt einer 11 Wasserstellen im Dorf sein Eigen nennen kann. Dies bedeutet eine große Erleichterung für die Menschen, die seit den Beben eine Stunde hin und zurück bis zum Fluss laufen mussten, um Wasser zu holen – teilweise mehrfach täglich.
 
Es benötigte 7 Monate, um das Projekt zu vollenden. Die Gewalt der Beben hatte die alte Leitung an mehreren Stellen unterbrochen. So war es nötig, eine komplett neue Verbindung zur Wasserquelle unterirdisch zu legen – kein leichtes Unterfangen an einem Berg mit verschiedenen Gesteins- und Erdschichten, die per Hand abgetragen werden mussten. Doch es ist geglückt und jetzt werden kontinuierlich zwei große Wassertanks mit dem Quellwasser vom Berg aufgefüllt. Strom ist dafür nicht nötig, durch die Hanglage ist es möglich, den Wasserdruck zu nutzen. Die nötige Stellfläche für die Tanks haben zwei Familien auf ihrem Land zur Verfügung gestellt.
 
Die von uns trainierte und vom Dorf gewählte „Water User Group“ ist für Wartung und Reparatur des Systems zuständig. Sie wurde von uns mit entsprechenden Werkzeugen und Materialien ausgestattet. Darüber hinaus wird unser Mikrokredit-Training dafür sorgen, dass die Betriebskosten der Wasserversorgung in Zukunft vom Dorf selber getragen werden können. Das ist wichtig, um keinerlei Abhängigkeiten zu schaffen.
 
Die vielen neuen Wasserstellen im Dorf begeistern Bimala Tamang, eine der Frauen: „Es ist so eine große Erleichterung, dass Ihr uns unterstützt habt, das Wasser nun bis zu unseren Haustüren zu bringen. Das spart uns so viel Kraft und Zeit. Durch die viel bessere Wasserqualität der Bergquelle wird sich nun auch die Hygiene im Dorf verbessern. Denn jetzt haben wir so viel Wasser, dass unsere Kinder auch regelmäßig baden und sich waschen können. Sogar unsere Toiletten können wir nun mit dem Wasser spülen. Das verändert vieles grundlegend für uns.“
 
 
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