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24.11.2017

Mit dem Rad nach Kathmandu – Dominic und Silvio haben Nepal erreicht.

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Sie sind seit 9 Monaten tapfer und sonnengebräunt mit ihren Fahrrädern unterwegs – von der Türkei bis nach Nepal und später sogar noch nach Australien. Jetzt sind Dominic und Silvio in Kathmandu angekommen und haben uns besucht! Wer will, kann die beiden unterstützen, jeder Cent wird direkt an Back to Life gespendet werden.Bankverbindung: Back to Life e.V. / IBAN: DE 9450 0800 0007 2999 9002 / BIC: DRESDEFFXXX / Commerzbank AG / Verwendungszwecke: Auf-Achse

Doch lassen wir die beiden selbst berichten:

„Nach neun Monaten im Sattel haben wir unsere Halbzeit erreicht und sind in Nepal. Wir wollen nicht nur unsere nepalesischen Freunde treffen, sondern auch Back to Life einen Besuch im Projektgebiet abstatten. Mit unserer Radreise möchten wir Geldspenden sammeln – der Erlös soll am Ende in ein Schulprojekt der Organisation fließen. Unser Ziel ist der Distrikt Nuwakot, welcher bei den starken Erdbeben in 2015 mit am schwersten getroffen wurde. Back to Life hatte sich zum Ziel gesetzt, in dieser Region dringend benötigte Schulen wieder aufzubauen. Der Weg dorthin ist sehr beschwerlich, die Straße eine einzige Schotter-und Staubpiste. Wir brauchen Stunden, um in das Gebiet zu gelangen. Es geht in das abgelegene Bergdorf Bhaduwar. Die „Straße“ ist ebenfalls im schlechten Zustand und wir können nur erahnen, wie schwierig und zeitaufwändig der Transport all der benötigten Baumaterialien wohl sein muss, angefangen von Zement, Wellblechdächern, Moniereisen und Wasserrohren bis hin zu Schulmöbeln. Eine wahre Meisterleistung!

Die Schule liegt so weit oben, dass wir für Hin- und Rückweg einige Stunden im Auto verbringen. Wir machen Rast auf einem Plateau, welches von herrlicher Landschaft umgeben ist: Reis-Terrassen weit und breit, ein wirklich wunderschöner Ort. Unser Blick richtet sich auf einen Hang, von dem aus man schon die gelbleuchtende Schule sieht. Das Team erzählt, dass vor dem Beben in Bhaduwar ca. 80 Wohnhäuser standen, von denen nur 5 unversehrt blieben. Das Dorf wurde quasi vom Erdboden verschluckt. Angekommen zeigt man uns die zahlreichen, neu gebauten Wasserstellen im Dorf, eine weitere Mammutaufgabe der Organisation. Von einer Quelle drei Kilometer oberhalb, wurden Gräben durch schwierigstes Gelände gebuddelt und endlos lange Leitungen gelegt. Zuvor mussten die Menschen noch einen zeitaufwendigen und beschwerlichen Weg auf sich nehmen, um an sauberes Wasser zu gelangen, nun gibt es elf Wasserstellen in direkter Umgebung.

Die neue Schule steht auf solidem Fundament und ist erdbebensicher gebaut. Stilistisch erstrahlt sie innen und außen in freundlichen Farbtönen. Die großzügigen Klassenräume sind mit Schulbänken und zum Teil mit Filzteppichen für die kalten Wintermonate ausgestattet. Sie haben Fieberglasfenster und stabile Holztüren. Die Kinder tragen Schuluniformen, die für sie angefertigt wurden. Es ist schön anzusehen, wie glücklich sie in den sauberen Räumen sitzen und lernen dürfen. Gegen Ende unseres Besuches haben wir uns noch eine Überraschung einfallen lassen: Riesenseifenblasen! Die Kinder springen fröhlich im Kreis und ihre Augen strahlen vor Freude. Nach unserer Abfahrt sehen wir die Knirpse noch von weitem herumspringen. Für uns war es eine interessante Erfahrung und wir sind dem Team sehr dankbar, diese tolle Gelegenheit bekommen zu haben. Hochachtungsvoll ziehen wir den Hut vor all dem Vollbrachten!“

 

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