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05.01.2018

Am Rande der Gesellschaft: Unterstützung für die Waisenkinder von Gamtha

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Bhupendra ist mittlerweile fast vier Jahre alt und zum Glück kann er heute wieder öfters lachen. Die furchtbare Tragödie, die nun schon über ein Jahr zurückliegt, wird er aber niemals vergessen können. Zum Glück gibt es aber liebevolle Menschen, die sich um ihn kümmern. Damals verstarb seine hochschwangere, nur 26 Jahre alte Mutter Rupa noch an der Landepiste an schweren Komplikationen – nur kurze Zeit bevor Back to Life den Nottransport mit einem Flugzeug in eine Klinik hätte durchführen konnte. Auch das Baby konnte nicht mehr gerettet werden. Sein geistig behinderter, stummer Vater, der keinen Beruf ausüben kann, tut sein Bestes, um sich seitdem um seinen Sohn zu kümmern, ist aber auf das schmale Einkommen und die Unterstützung der Großeltern von Bhupendra angewiesen. Doch auch diese haben meist kaum genug zum Leben, die schmale Ernte in den Bergen wirft einfach zu wenig ab.

Das Schicksal von Bhupendra und seiner Familie hat uns alle sehr berührt. Um ihm einen Weg in die Zukunft zu ebenen, versorgen wir seitdem den Jungen mit dem Nötigsten: Das ist im Moment vor allem ausreichend Kleidung und Nahrung, aber wir werden auch ein Auge auf ihn haben, wenn er nächstes Jahr beginnen wird, in den Kindergarten und später in die Schule zu gehen.

Auch am Herzen liegen uns 6 weitere Waisenkinder im JTAM Waisenheim in Gamtha. Die kleine Einrichtung wird von Mr. Baniya geleitet, der das Heim vor ca. zwei Jahren gründete – noch bevor er einen einzigen Unterstützer an seiner Seite wusste. Heute gibt es eine Privatschule, die einen Teil der Miete bezuschusst und das treue Ehepaar Shahi, dass sich vor Ort um die Kinder kümmert, sie bekocht, zur Schule sendet und bei den Hausaufgaben unterstützt. Auch hier hilft Back to Life nun etwas weiter und versorgt die Kinder fortan mit den Lebensmitteln, die sie täglich benötigen. Es ist schön zu sehen, wie eine kleine, private Initiative das Schicksal der Kinder so maßgeblich zum Positiven verändern konnte. Lebten sie zuvor in völliger Ungewissheit und schockierender Armut, so sorgt Mr. Baniya nun längst nicht mehr nur für eine Unterkunft, sondern hat den Kindern Perspektiven eröffnet, etwas aus ihrem Leben machen zu können. Mit Hoffnung, mit Träumen und mit sehr viel Liebe.

 

 

 

 

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