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01.06.2018

Stella zur Feuerkatastrophe in Mugu (Video): 112 Menschen wurden obdachlos

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Im kleinen Dorf Kimri in den Bergen Mugus ereignete sich vor kurzem ein schreckliches Unglück bei dem 18 Häuser abbrannten. Stella Deetjen und das Back to Life-Team leisten Soforthilfe.

 


Die meisten Dorfbewohner waren zu dieser Zeit auf ihren Feldern, so kam zwar niemand körperlich zu Schaden – es gab keine Todesopfer – doch es waren auch nicht genügend Menschen anwesend, um das verheerende Feuer unter Kontrolle zu bringen. So fraß es sich schnell von Haus zu Haus.

In den Dörfern Mugus herrscht Wasserknappheit, es gibt so gut wie nirgendwo fließendes Wasser aus dem Hahn, das benötigte Wasser für den Haushalt und zum Waschen muss täglich mühsam von der nächsten Wasserquelle herangetragen werden und die kann Stunden entfernt liegen.

Auch in Kimri ist das der Alltag und so gab es nicht genügend Wasser vor Ort, um den Brand zu löschen. Natürlich gaben alle Haushalte ihr Wasser her, doch das waren nur kleine Tropfen auf diesem Großbrand, die nichts ausrichten konnten.

So musste das Dorf hilflos dabei zusehen, wie diese Familien – insgesamt 112 Menschen – ihr ganzes Hab und Gut verloren. Luxusgüter besitzen die Bewohner dieser hochgelegenen Bergdörfer sowieso nicht, sondern nur die wichtigsten Notwendigkeiten des Lebens wie Kochutensilien, Kleidung, Decken und die Schulsachen ihrer Kinder.

Davon blieb nichts übrig. Mühsam Erspartes, Nahrungsvorräte wie Hirse, Mais oder Reis, Saatgut für die nächste Aussaat – alles ist Asche. Bis zum Nachmittag brannten die gesamten Häuser ab – erst als die Flammen nichts mehr zu zerstören hatten und keine Nahrung mehr fanden, war alles vorbei. Die meisten betroffenen Familien flüchteten erst einmal zu Verwandten in benachbarten Dörfern.

Doch dort können sie nicht auf Dauer bleiben. Außerdem müssen sie weiterhin ihre Felder bestellen, um sich ernähren zu können. Die Kinder können von den entfernten Nachbarortschaften aus auch nicht mehr die Schule besuchen, der Weg ist zu weit.

Deshalb ist es wichtig, dass diese Familien die Chance bekommen, sich ihre Häuser wieder aufzubauen. Die einfache Bevölkerung Nepals kennt keine Versicherungen. Wenn das Schicksal zuschlägt, gibt es kein Netz, das einen auffängt oder jemanden, den den Schaden ersetzt.

In Kathmandu haben sich unser Finanzleiter, unser Programmdirektor und ich sofort zusammengesetzt, die schrecklichen Bilder und Berichte unserer Mitarbeiter gesichtet und beschlossen, Hilfe zu leisten. Wir haben also das kleine buddhistisch-geprägte Dorf Kimri in unsere Projekte mit aufgenommen und ein Budget für sofortige Hilfe errechnet. Da wir aber nicht nur ein Wundpflaster aufdrücken wollen, indem wir nur die wichtigsten Notwendigkeiten zur Verfügung stellen wie Kochutensilien, Kleidung, Decken und Schulsachen sowie Schuluniformen für die Kinder, möchten wir einen wichtigen Schritt weitergehen. Wie immer: Hilfe zur Selbsthilfe.

Der Monsun steht vor der Tür, in einem Monat wird es auch in den Bergen Mugus bis zu drei Monate am Stück regnen. Bis dahin brauchen die Familien wieder eine Bleibe, ein Dach über dem Kopf. Genau das wollen wir ihnen ermöglichen und den Wiederaufbau der Häuser u.a. durch Metalldächer, rauchfreie Öfen und Solarlicht-Anlagen unterstützen. Gemeinsam können wir das erreichen.“

Stella Deetjen

 

 

 

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