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13.07.2018

Land unter – der Monsun hat das Tal von Kathmandu fest im Griff.

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Gerade schicken Stella und unser Kathmandu-Team dramatische Bilder an uns, wie man sie selbst im jährlich vom Monsun geplagten Himalayastaat selten zu Gesicht bekommt: Gewaltige Wassermassen haben Kathmandu, Bhaktapur und Lalitpur heimgesucht, gespeist von den besonders starken Regenfällen der letzten Tage. Drei Tote hat die extreme Wetterlage bedauerlicherweise mittlerweile gefordert, 500 Haushalte mussten kurzfristig evakuiert werden und an die 100 Menschen aus lebensbedrohlichen Situationen gerettet werden. Glücklicherweise haben die Regenfälle nun nachgelassen.

Wir sind sehr erleichtert, dass es in unseren Projektgebieten keine Opfer oder Schäden zu beklagen gibt, die Überschwemmungen konzentrieren sich vornehmlich auf das Tal von Kathmandu. Alle offiziellen Hilfskräfte der nepalesischen Armee, der Polizei und des roten Kreuzes sind im Dauereinsatz, haben die Situation aber unter Kontrolle. Verletzte wurden in Krankenhäuser gebracht, die Versorgung scheint weiterhin gewährleistet, eine Soforthilfe ist angelaufen. Zurzeit liegen keine weiteren Meldungen über lebensbedrohliche Verletzungen von Opfern vor. Ca. 50 Häuser wurden so stark zerstört, dass sie wahrscheinlich nach dem Zurückweichen des Wassers nicht mehr bezogen werden können – darunter viele Gebäude, die schon durch die Erdbeben von 2015 beschädigt worden waren. Die Kosten zur Beseitigung der Beschädigungen werden insgesamt sicherlich einige Millionen Euro betragen.

Auch für unsere tägliche Arbeit ist die sommerliche Monsunzeit immer wieder eine große Herausforderung. In der Regel ist es von Juni bis September bei unseren Bauprojekten oder Health Camps im bergigen Gelände schwer bis ganz unmöglich, die jeweiligen Dörfer zu erreichen: Lehmwege werden unterspült, Erdrutsche sind keine Seltenheit, LKWs und ihre Ladung kommen einfach nicht mehr durch. 2017 musste das Material für die Dachkonstruktionen zweier unserer Schulen ein Vierteljahr lang am Wegesrand – auf halbem Weg zum Dorf – gelagert werden, da der Monsun früher als erwartet eingesetzt hatte und der Fahrer kurzerhand umkehren musste. Hätte es nur eine Stunde später zu regnen begonnen, wären beide Schulen 3 Monate früher fertiggestellt geworden... 

Alle Bilder vom 12.07.2018 © Prakash Chandra Timilsena/Back to Life

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