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16.09.2018

Neu: Unsere Direkt-Patenschaften für bedürftige Kinder und Schulkinder

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In der Vergangenheit bot Back to Life bereits direkte Patenschaften an, nun haben wir uns entschlossen, dieses Patenschaftsmodell wieder zu ermöglichen. Denn allzu oft treffen wir in unseren Projektgebieten auf mittellose, besonders brutal vom Schicksal getroffene Kinder, die einer intensiven und nachhaltigen Zuwendung bedürfen – aber bisher noch nicht zu den Kindern und Familien aus unseren Projektgebieten gehören. Diese Kinder, die ohne Unterstützung wahrscheinlich niemals die Chance haben werden, eine angemessene Ausbildung oder dringend benötigte medizinische Hilfe zu erhalten, möchten wir nun durch gezielte Einzelförderungen erreichen. Wir würden uns freuen, wenn Sie mit dabei sind!
 
Ab sofort haben Sie deshalb neben den bekannten Projekt-, Geburtshaus- oder Schulpatenschaften noch zwei weitere Optionen, um Kinder in Nepal zu unterstützen:
 
1. DIREKT-PATENSCHAFT FÜR SCHULKINDER (aus armen Familien unserer Projektgebiete) -> Benötigte mtl. Unterstützung pro Kind: 50 Euro
 
2. DIREKT-PATENSCHAFT FÜR BESONDERS BEDÜRFTIGE KINDER (soziale Waisen, extreme Härtefälle & medizinische Notfälle) -> Benötigte mtl. Unterstützung pro Kind: 75 Euro
 
 
IM RAHMEN DER NEUEN PATENSCHAFTEN ERMÖGLICHEN WIR:
 
• 2x jährlich Berichte mit Fotos zum Werdegang von Kind und Familie
• auf Wunsch Briefkontakt per Email (abhängig von Alters- und Sprachkenntnissen)
• die Option, Ihr Patenkind persönlich kennenzulernen (während Ihres Nepal-Urlaubs)
• die Option eines Geschenkkaufs nach Ihren Budgetvorstellungen durch unser Team (z.B. am Geburtstag)
 
Die Anzahl der möglichen direkten Patenschaften wird grundsätzlich limitiert sein, um eine seriöse Vergabe und nachhaltige Förderung zu garantieren. Sollten Sie Interesse an unserem Angebot haben, kontaktieren Sie uns bitte unter der Emailadresse children@back-to-life.org oder unter der Telefonnummer 06172 6626997
 
Anbei sei hier beispielhaft die Geschichte von Jay Prakash angeführt, der glücklicherweise bereits einen Paten gefunden hat und nun versorgt ist.
 
 
LEBEN MIT NUR EINER HAND – JAY LÄSST SICH NICHT AUFHALTEN
 
Es ist der Albtraum aller Eltern: Eine alltägliche Situation gerät außer Kontrolle und das eigene Kind wird so schwer verletzt, dass es sein Leben lang unter den Folgen leiden muss. Jay Prakash ist gerade erst 6 Monate alt, als er stolpert und ohne Schutz in das offene Küchenfeuer des Hauses fällt. Die rechte Seite seines Körpers, sein Kopf und seine rechte Hand werden schwer verbrannt. Die Familie aus dem Dorf Ratapani in Mugu tut alles, um das Leben ihres Kindes zu retten, bringt ihn in ein Krankenhaus und verschuldet sich schwer für die Behandlungskosten. Dort kann der Junge zum Glück gerettet werden, aber seine rechte Hand muss ihm schließlich auf Grund der Schwere der Verbrennungen amputiert werden, seine Kopfhaut bleibt entstellt. Der Vater muss bis heute als Tagelöhner in Indien arbeiten, um seine Familie zu versorgen und die Schulden zu begleichen.
 
Heute ist Jay 9 Jahre alt und versucht, sich im Leben zu behaupten. Seine Behinderung schränkt ihn stark ein, aber er beißt die Zähne zusammen und versucht, mit den Gleichaltrigen mitzuhalten. Behinderte haben es in der rauen Welt Mugus besonders schwer und werden oft sozial ausgegrenzt. So auch Jay – andere Kinder wollen nur selten mit ihm spielen. Der Junge ist traumatisiert, verschüchtert und einsam. Das Team von Back to Life entdeckte ihn nur zufällig, da sein Heimatdorf eigentlich nicht zu unserem Projektgebiet gehört. Doch seine Geschichte berührt uns sehr und wir entschlossen uns, ihm zu helfen – damit er eine Chance auf ein würdiges Dasein bekommt.
 
Mit der freundlichen Unterstützung eines Sponsors haben wir Jay nun in einer behindertengerechten Einrichtung in Gamghadi untergebracht, dort wird er zukünftig versorgt sein. Die private Thapa Memorial Secondary School mit angeschlossenem Internat ist die einzige Option, den Jungen nachhaltig zu unterstützen und ihn trotzdem noch in relativer Nähe zu seiner Familie zu belassen. Zwar wird er seine Eltern und vier Geschwister in Zukunft viel seltener sehen, doch der Kontakt zu Kindern mit vergleichbaren Einschränkungen tut Jay spürbar gut: Schon nach wenigen Wochen dort ist er aufgeblüht, hat Spielkameraden gefunden und beeindruckt alle im Internat durch seinen starken Willen und Teamgeist. Zurzeit wird noch getestet, in welchem Jahrgang Jay am besten zurechtkommen wird, denn manche Grundkenntnisse, wie z.B. in Englisch, müssen erst noch aufgeholt werden. Doch alle sind zuversichtlich, dass Jay es schaffen wird – er ist ein Kämpfer. In den nächsten Schulferien werden wir ihn mit nach Kathmandu nehmen, um medizinische Tests durchzuführen und die Möglichkeit zu prüfen, ihn mit einer Prothese auszustatten. Jay wird seinen Weg gehen.
 
Bilder (c) BTL 2018
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