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01.02.2019

Leben mit Nabelbruch – Die Operation von Dinesh war ein voller Erfolg!

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Der Großvater zog das Hemd von Dinesh hoch und begann vorsichtig zu tasten. Seine Finger glitten langsam über die Brust bis zum Bauch des kleinen Jungen. Als er schließlich die saubere Naht der erfolgreichen Operation entdeckte und begriff, dass seinem Enkel von nun an ein ganz normales Leben ermöglicht ist, begann er voller Freude zu weinen. 

Der kleine Dinesh (übersetzt „Sonne“) wurde im Sommer 2017 am Wegesrand in den Bergen Mugus mit einem lebensbedrohlich entzündeten Nabelbruch geboren. Teile seiner Innereien waren in einem Hautsack durch die Bauchdecke gebrochen. Seine damals 21-jährige Mutter Chaiti hatte es nicht mehr rechtzeitig zur Entbindung in einem Health Post geschafft. In einer mehrtägigen Odyssee eilte die verzweifelte Chaiti mit ihrem Mann Janga zu Fuß vom Bezirkskrankenhaus in Gamgadhi nach Jumla über die Berge Mugus – doch nirgendwo konnte der jungen Familie geholfen werden. Die Lage war zu ernst. Erst das zufällige Zusammentreffen mit Back to Life-Mitarbeitern bringt einen Funken Hoffnung: Dinesh wurde sofort nach Kathmandu in eine Spezialklinik ausgeflogen und die Entzündung behandelt. Buchstäblich in letzter Sekunde, denn der Neugeborene hätte die nächsten Tage sonst nicht überleben können. Seine bedürftigen Eltern wären auch überhaupt nicht in der Lage gewesen, den Flug und die Medikamente zu bezahlen.

Doch die nötige Operation zur Korrektur des Nabelbruchs kam wegen der starken Entzündung lange Zeit nicht in Frage. Zudem würde das Risiko des medizinischen Eingriffs erst sinken, wenn Dinesh etwas älter geworden wäre. In der Zwischenzeit wurde der Junge immer wieder untersucht. Dann, im Dezember letzten Jahres, gaben die Ärzte endlich ihr Ok für die OP, die ebenfalls Back to Life finanzierte. Nach ein paar Wochen in Kathmandu – seine Mutter wich niemals von seiner Seite – war Dinesh Anfang Januar endlich soweit genesen, dass er nach Mugu zurückkehren konnte.

Chaiti erzählt: „Mein Mann arbeitet mittlerweile weit entfernt in Indien, um uns ernähren zu können. Wenn wir Dinesh bei der Operation verloren hätten, hätte ich es nicht fertiggebracht, ihm diese furchtbare Nachricht zu überbringen. Ich hatte solche Angst. Aber als mir die Krankenschwester schließlich mitteilte, dass alles gut verlaufen ist, war dies der glücklichste Moment meines Lebens!“ Nach Einschätzung der Ärzte kann Dinesh sich nun normal entwickeln. Auf Grund seines jungen Alters ist zu hoffen, dass er kein Trauma aus dieser Zeit zurückbehalten wird. Wir sind froh, dass wir helfen konnten und wünschen der kleinen Familie nun alles Gute!

Weiter Informationen unter www.back-to-life.org

Bilder © BTL 2019

 

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