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28.02.2019

Stella zum Umweltpreis 2019

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Liebe Freunde von Back to Life,

danke für Eure Glückwünsche zum Umweltpreis, ich freue mich immer sehr, wenn Ihr so aktiv seid, teilt und kommentiert.

Oben in den Bergen Mugus leben Menschen, die nicht Lesen oder Schreiben können. Doch sie wissen oft besser über den Klimawandel Bescheid als unsere aufgeklärte, westliche Welt. Denn die Nepalis sind den unmittelbaren Konsequenzen direkt und stärker ausgesetzt – schon heute. Die Dorfbewohner sehen die Veränderungen ihrer Bergwelt klar vor Augen, sie erleben hautnah mit, wie Gletscher unwiderruflich schmelzen, wie Berggipfel, die immer schneebedeckt waren, nun grau und karg in den Himmel ragen und ganze Bergdörfer durch Überschwemmungen oder Erdrutsche ausgelöscht werden. Dem gilt es Einhalt zu gebieten, es ist allerhöchste Zeit, Umweltprojekte für unseren Planeten zu verwirklichen. Dabei ist jeder einzelne Erdenbürger gefragt, auch im Kleinen, in seinem täglichen Handeln und Tun. Jeder Mensch kann etwas dazu beitragen, in Deutschland, in Nepal, überall. Und sei es nur, auf die überflüssige Plastiktüte zu verzichten. 

Ich bin sehr glücklich darüber, dass wir durch unsere Projektarbeit mit den Dorfbewohnern bereits über 4000 Tonnen Treibhausgas einsparen können und dieser Umweltpreis motiviert und beflügelt mich, mit Back to Life noch viel mehr zu erreichen.

Als ich nach Frankreich in die Bretagne fuhr, wusste ich nur, dass ich eine von drei Preisträgerinnen sein werde. Aus über 20 Kandidatinnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz hat die Jury uns ausgewählt. Am Abend wurden dann feierlich die Umschläge geöffnet, wir waren sehr gespannt. Tagsüber hatte ich mich bereits ausgiebig mit den beiden anderen Preisträgerinnen unterhalten, die ebenso interessante wie wertvolle Projekte initiiert haben. In unseren Gesprächen haben wir festgestellt: egal welcher Kontinent, wir stehen vor mehr oder weniger denselben Herausforderungen, eingebettet in unterschiedliche Kulturen, Sprachen und Gebräuche.

Den ersten Preis gewonnen zu haben, freut mich sehr, denn so können wir das Preisgeld nahtlos einsetzen für saubere Energie in den Bergen Mugus.

Mein Dank gilt der „Yves Rocher Foundation“, die seit Jahrzehnten weltweit Umweltprojekte großzügig und zielgerichtet fördert. Ihr Vorhaben, 100 Millionen Bäume weltweit bis zum Jahr 2020 zu pflanzen ist großartig, ich liebe es und freue mich, dass davon bereits über 80 Millionen eingepflanzt sind. Das ist eine echte Investition in die Zukunft. Für jeden. Für Euch und mich und unsere Nachkommen.

Außerdem danke ich vor allem meinem großartigen Team in Nepal und in Deutschland, die durch ihren Einsatz und Enthusiasmus unsere Projekterfolge möglich machen, selbst in den weit abgelegenen und schwer zu erreichenden Berggebieten.

Alles Liebe und Gute, 

Eure Tara-Stella

 

Photocredit: Fondation Yves Rocher Vincent Guihur