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28.02.2020

Mugu – Stillstand im Schnee

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Gestern haben sich Viele über den kurzen Schneefall in Deutschland gefreut. In Mugu, unserem Projektgebiet im Hochgebirge Nepals, ändert sich von einem Moment auf den anderen alles, wenn es schneit.

Die Trampelpfade zwischen den Bergdörfern vereisen, werden rutschig und hochgefährlich besonders für die, die schwere Lasten tragen. Bei langandauerndem Schneefall gibt es dann schnell keinen Nachschub mehr an Gütern auf den lokalen Märkten. Vielen fällt der Verdienst weg.

Für die Bergbauern wird das Leben hart, denn sie können ihr Vieh nun nicht mehr grasen lassen und müssen die Heuvorräte sorgfältig einteilen, um über die Runden zu kommen. Ist der Wintereinbruch lang, hungern die Tiere und oft auch die Menschen.

Da die natürlichen Wasserquellen in den Bergen alle einfrieren, verbrauchen die Bergbewohner bei Schneefall viel mehr Brennholz. Das muss erst mühsam geschlagen und nach Hause gebracht werden. Schnee wird geschmolzen, um Wasser für den Haushalt zu gewinnen, aber auch, um das Vieh zu Tränken.

Viele Dinge des täglichen Lebens kommen zum Stillstand und die Dorfbewohner und Familien rücken eng ums Feuer zusammen. Trotz bitterer Kälte und hartem Alltag wird gemeinsam gelacht, Dorfklatsch und Geschichten werden ausgetauscht. Gemeinsam trotzt man der Kälte besser.

Namaste aus Mugu, wo es immer noch schneit.

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