Umweltschutz durch Kinderhand: interagierende Child Clubs

Manchmal tauschen sich die von uns initiierten Jugendclubs unserer Projektschulen untereinander aus oder treffen sich zu Sportwettkämpfen. Daraus können die besten Ideen entstehen.

Ideen werden mehr, wenn sie geteilt werden

Nach einem Besuch in Piple, Chitwan, Süd-Nepal, waren die Mädchen und Jungen aus dem benachbarten Thakaltar schwer beeindruckt. Das Dorf Piple und dessen Wege waren so viel sauberer als bei ihnen!

So setzte sich der eine Child Club mit dem anderen hin. Die aus Piple stellten ihre Lösungen für ein sauberes Dorf vor. Und die Jugend aus Thakaltar stellten eine Menge Fragen.

Wieder zurück in Thakaltar stand der Plan schnell fest. Auch sie wollten ein sauberes Dorf.

Beim nächsten Treffen übergaben die Jugendlichen unserem Team eine Liste mit Dingen, die sie für die Aktion brauchten. Große Zementringe als Sammelbehälter, Pinsel und Farben, Plakate und Stifte. Das besorgten wir ihnen gerne.

Das moderne Leben soll nicht aus Plastik sein

Nicht weit vom Dorf führt eine Straße über die Hügel, die immer stärker befahren wird.

Immer mehr Güter werden in die Siedlungen und Dörfer des eher abgelegenen Waldgebietes angeliefert. Das bringt eine sichtbare Zunahme an Verpackungsmüll mit sich. Die meisten Leute werfen die Verpackung einfach in die Landschaft wo sie gehen und stehen. Stellte das früher bei eher organischen Abfällen kein allzu großes Problem dar, liegen jetzt massenhaft Plastik und Metalldosen überall im und um das Dorf verstreut. Selbst das Vieh kaut Plastik.

Mit viel Spaß haben die Kinder und Jugendlichen die Zementringe gestrichen und beschriftet: „Wirf deinen Müll nicht in die Gegend, halte die Umgebung sauber!“

Dann wurden sie an verschiedenen Stellen im Dorf aufgestellt. Doch damit alleine lassen sich die Gewohnheiten der Dorfbewohner nicht einfach ändern. Das war der Jugend klar, das hatten auch die aus Piple schon gesagt.

Wer Verantwortung übernimmt, kann sie auch einfordern

Also teilten sie sich in Gruppen auf und zogen im Dorf von Tür zu Tür. Dort erklärten sie den überraschten Eltern und Nachbarn, wie sie in Zukunft ihren organischen und anorganischen Müll trennen und wo sie ihn künftig wegwerfen sollen.

Zudem: Wer weiterhin den Müll auf den Wegen oder in der Landschaft entsorge, müsse ab sofort eine kleine „Strafgebühr“ an den Child Club zahlen – für weitere Umweltschutzprojekte. So die ernstgemeinte Ankündigung. Danach schwärmten sie aus und sammelten jeglichen Müll ein, den sie finden konnten.

Die Mülltrennung führten sie damit tatsächlich fest in ihrem Dorf ein. Nun wird der anorganische Müll zentral gesammelt und zu Müllkippen abtransportiert, der organische auf Komposthaufen geschichtet und zum Düngen verwendet. Die Erwachsenen machen mit.

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