Wasser, Sanitärversorgung, Hygiene – kurz: WASH

Was bedeutet Wassermangel?

Wasser ist (Über-)Leben. Wasser ist der Schlüssel zu allem. Seine unmittelbare Erreichbarkeit ist Voraussetzung für die Vitalität eines Dorfes und die Gesundheit seiner Bewohner. Viehhaltung, Landwirtschaft, Hygiene – alles hängt von dem Zugang zu Wasser ab.

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Wie schaffen wir Zugang zu Wasser?

Für unsere Trinkwasserprojekte wählen wir Dörfer aus, die kein funktionierendes Trinkwassersystem haben und daher auf natürliche, ungeschützte Quellen und Oberflächenabfluss zurückgreifen. Viele alte Wassersysteme auf dem Land sind kaputt oder reichen für die Bevölkerung nicht aus. Hier kommen wir zum Einsatz.

Sauberes, zertifiziertes Trinkwasser

Für jedes Dorf suchen wir nach dem optimalen, nachhaltigen Wasserzugang, der ohne Strom läuft und leicht zu warten ist, damit er dauerhaft funktionieren kann. Zunächst lassen wir die Wasserqualität der möglichen Wasserquellen in zertifizierten Laboren prüfen. Der Bauingenieur erstellt dann mit den Wasserversorgungstechnikern einen Bauplan, gemäß der behördlichen Richtlinien des „Entwicklungsausschusses für ländliche Wasserversorgung und Sanitärfonds Nepals“. Den Bau- und Kostenplan reichen wir ein und die Behörde erteilt die Baugenehmigung.

Stromlose, störungsfreie Wasservorsorgung

Ein Trinkwassersystem besteht typischerweise aus einem geschützten Zulauf, Wasserleitungen, einem Speichertank, einem Filtersystem sowie mehreren Wasserhähnen. Wir arbeiten mit der Gravitation und mechanischer Wasserfilterung – so wird gar keine Pumpe oder besondere Technik gebraucht, die kaputt gehen und dass Wassersystem für Störungen anfällig machen könnte. Unser Ziel ist, dass die begünstigte Gemeinde ganzjährig ausreichend sauberes Wasser zur Verfügung hat und jede Familie im Dorf schnell einen Wasserhahn erreichen kann.

Eigeninitiative des Dorfes

Wie bei allen Bauprojekten von Back to Life fordern wir die Eigeninitiative der Dorfbewohner. Jeder Haushalt entsendet ein Familienmitglied auf die Baustelle. Umso stolzer ist die Dorfgemeinschaft auf das vollendete Werk und wird es auch besser erhalten. Die Wasserqualität wird erneut von zertifizierten Laboren geprüft und von der Gesundheitsbehörde frei gegeben.

Die Zukunft in der eigenen Hand

Die vom Dorf gewählte und von uns geschulte „Water User Group“ ist für die Wartung des Systems zuständig. Wir statten sie mit entsprechenden Werkzeugen aus. Darüber hinaus werden die von uns eingerichteten Spargruppen dafür sorgen, dass die Betriebskosten der Wasserversorgung in Zukunft vom Dorf selbst getragen werden können. Das ist wichtig, um keinerlei Abhängigkeiten zu schaffen. Unser Team überprüft die Wartungsarbeiten in regelmäßigen Abständen.

WASH in Nepal auf einen Blick:

  • Bevölkerung mit Zugang zu 27% sicherem Trinkwasser:

    27%

  • Menschen ohne eigene Toilette:

    11 Mio.

  • Sterblichkeitsrate infolge von Kontakt mit verunreinigtem Wasser, unzureichenden sanitären Verhältnissen und mangelnder:

    19,8 pro 100.000 Bevölkerung

  • Anzahl der Todesfälle von Kindern:

    1193

  • WASH in Nepal auf einen Blick:

    • Bevölkerung mit Zugang zu 27% sicherem Trinkwasser:

      27%

    • Menschen ohne eigene Toilette:

      11 Mio.

    • Sterblichkeitsrate infolge von Kontakt mit verunreinigtem Wasser, unzureichenden sanitären Verhältnissen und mangelnder:

      19,8 pro 100.000 Bevölkerung

    • Anzahl der Todesfälle von Kindern:

      1193

Warum sind Sanitäranlagen
so wichtig?

Eine saubere und funktionierende Toilette in Reichweite gehört für uns zum Alltag. Doch in unseren Projektgebieten in Nepal ist der Gang zur Toilette für die Menschen keine Selbstverständlichkeit. Die vorherrschende Armut sorgt dafür, dass man sich dort keine eigene Toilette leisten kann und die Menschen ihre Notdurft vor der Haustür, auf den Feldern und entlang der Wege verrichten müssen. Viele Frauen leiden unter unnötigen gesundheitlichen Problemen, weil sie sich nur bei Dunkelheit erleichtern können, aus Scham, dabei gesehen zu werden.

Sauberes Wasser und sanitäre Grundversorgung sind ein Menschenrecht, welches 2010 von der UN-Generalversammlung offiziell als solches anerkannt wurde. Doch laut UNICEF haben fast 11 Millionen Menschen in Nepal keinen Zugang zu adäquaten sanitären Einrichtungen. Das ist ein Drittel der Gesamtbevölkerung. Das Fehlen sanitärer Einrichtungen zur Entsorgung menschlicher Fäkalien ist eine der Hauptursachen für Wasserverunreinigungen und birgt gefährliche gesundheitliche Folgen wie Darmwurmbefall, Cholera, Typhus und Durchfall.

Wie wir Leben retten durch verbesserte Hygiene

Angemessene sanitäre Anlagen sind vor allem eine Frage der Ressourcen, denn das nötige Material zum Bau einer geeigneten Toilette erfordert Geld und der Aufbau grundlegendes technisches Know-how. Daher unterstützt Back to Life bedürftige Dörfer beim Bau von Toiletten. Dabei kommt meist das international standardisierte Modell „Ventilated-Improved-Pit-Latrine“ oder kurz VIP-Toilette zum Einsatz. Dies ist eine verbesserte, jedoch einfach zu bauende und kostengünstige Trockentoilette, die Exkremente sicher isoliert, Fliegenbefall kontrolliert und durch Luftzirkulation unangenehme Gerüche verhindert.

Unser Gesundheitsexperte Prof. Dr. Madhav Bhatta (Epidemiologe) betont: „Indem wir Toiletten bauen und die Menschen über Hygiene aufklären, werden wir viele Leben retten.“

Was haben wir bisher erreicht?

87
Wasserzapfstellen
2078
Menschen haben Zugang zu Wasser
7500
Schüler*innen an Corona Prävention & WASH teil-genommen
1456
Toiletten
72
Schultoilettenanlagen

Zugang zu sauberem Trinkwasser

  • ist aktive Gesundheitsvorsorge für Jung und Alt und verhindert viele Krankheiten.
  • verbessert die Hygiene des ganzen Dorfes in allen Bereichen.
  • ist auch „women-empowerment“ wegen der enormen täglichen Zeit- und Kraftersparnis und schützt die Frauen vor weiteren gesundheitliche Schäden.
  • gibt die Möglichkeit zum Gemüseanbau und zur Tierhaltung.

Immer noch ist der Durchfall die häufigste Todesursache in den Bergen Nepals. Das ist leicht zu bekämpfen – durch sauberes Wasser. Die Corona-Pandemie zeigt umso deutlicher, wie wichtig der Zugang zu Hygiene ist. Bitte helfen Sie uns dabei!

Stella Deetjen

Möchten Sie gerne mithelfen und Projektpate werden?

Durch die Projektpatenschaften können Sie die wichtigen WASH-Programme und den Zugang zu sauberem Wasser fördern. Damit schenken Sie Leben.

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