Gute und günstige Lösung – der Lehmofen

In manchen Gebieten Chitwans haben sich viele Familien erst vor wenigen Generationen niedergelassen. Zuvor lebten sie als Jäger und Sammler in den Wäldern, die nun den ‚Chitwan National Park’ bilden. Mit der Eröffnung des Nationalparks 1973 mussten die Familien weichen und sich an einen neuen Lebensstil in den Hügeln, außerhalb des Parks, gewöhnen.

Zum Kochen benutzten sie seit jeher offene Holzfeuer und behielten dies bis heute bei, da andere Brennstoffe wie Gas oder Kerosin unerschwinglich sind. Die Frauen, denn Holzsammeln ist Frauenarbeit, müssen oft weite Strecken laufen, um nach mehreren Stunden des Holzschlagens die schwere Last ebenfalls stundenlang zurück in ihr Dorf zu tragen. Oft müssen die Töchter ihre Mütter bei der dringend notwendigen Holzbeschaffung unterstützen und können deshalb die Schule nicht besuchen.

Weniger Holz und weniger Schaden

Um die Lebensbedingungen zu verbessern, haben wir in den Haushalten speziell auf den Bedarf und das Klima der Region zugeschnittene Lehmöfen installiert. Im Hochgebirge sind sie leider nicht einsetzbar.

Durch diese Öfen lässt sich der Holzverbrauch um etwa 50% reduzieren. Dadurch werden nicht nur die umliegenden Wälder entlastet, sondern natürlich auch die Frauen und Mädchen des Dorfes. Sie müssen wesentlich weniger Zeit mit der beschwerlichen Holzbeschaffung verbringen, die sie nun für die Einkommensgewinnung oder die Schule nutzen können.


Mehr Sicherheit und bessere Gesundheit

Der entstehende Rauch wird über ein Rohr abgeführt. Hierdurch lassen sich Augen-, Magen- und Lungenkrankheiten vermeiden, die durch das regelmäßige und dauerhafte Einatmen des Rauchs entstehen. Zusätzlich verringert sich durch die Nutzung der Öfen im Vergleich zum offenen Holzfeuer die Gefahr eines Brandes durch Funkenflug erheblich.


Die Lehmöfen stoßen auf große Begeisterung:

„Durch die neuen Öfen ist unser Zuhause viel sauberer geworden. Ich erspare mir viel Arbeit. Zum einen muss ich viel weniger Holz schlagen und zum anderen auch weniger waschen, da unsere Wäsche nicht ständig rußig ist und nach Qualm riecht. Unser Haus hat nur einen Raum und die Kinder mussten immer rausgehen, wenn ich gekocht habe, da der beißende Qualm des Holzfeuers in den Augen gebrannt hat. Jetzt können sie mir helfen oder ihre Hausaufgaben machen, während ich Reis und Dal zubereite. Außerdem habe ich selbst mehr Zeit, mich um meine Kinder zu kümmern oder auf dem Feld zu arbeiten und etwas hinzu zu verdienen“, sagte Devimaya. Sie ist Mutter von drei Kindern und lebt in einem unserer Projektdörfer in Chitwan.

Die Frauen des Dorfes schätzen die neuen Öfen und die damit verbundenen positiven Effekte.

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