Monat für Monat – zur Frau werden soll keine Qual sein

Mit dem Tabuthema Menstruation wenden wir uns an den Schulen direkt an die Mädchen. Dabei stellten wir fest, dass sie rein gar nichts über ihre Periode wissen. Unsere Hebammen und Gesundheitsassistenten klären die Mädchen auf, dass es ein ganz normaler biologischer Vorgang ist und diskutieren gemeinsam über Scham, Aberglaube, das Schweigen, die Mythen und das Stigma. Während dieser Gespräche kann man deutlich sehen, welche „Last der Schuld“ von ihren Schultern fällt. Manche Mädchen wollen erst gar nicht glauben, dass tatsächlich alle Frauen der Welt, egal welcher Religion oder Herkunft, ob reich oder arm, ja selbst die in den großen Mega-Städten davon betroffen sind.


Menstrualhygiene – selbstgemacht

Von Menstrualhygiene haben die Mädchen noch nichts gehört. In den abgelegenen Gebieten gibt es zudem kaum Möglichkeiten zur Hygiene während der Periode durch mangelnde Privatsphäre und fehlende Toiletten. Binden gibt es nicht zu kaufen, die meisten benutzen alte Stoffreste. Daraus resultieren viele unnötige gesundheitliche Probleme und Infektionen, auch schon bei den jungen Mädchen.

Damit sie sich zukünftig selbst helfen können, bringt unser Team den Schülerinnen bei, ihre eigenen Binden aus lokalem und kostengünstigem Material zu nähen. Die Binden sind waschbar und dadurch für einige Zeit wiederverwendbar. Danach können sie neue anfertigen.


Mit Aufklärung Tabus brechen

Diese Trainings schenken den jungen Mädchen Selbstvertrauen, die neugewonnenen Informationen stärken sie. Die Lehrer*innen tragen die Aufklärung in den Unterricht weiter, so dass auch die Jungen sachlich über die Menstruation informiert werden.

Außerdem stellen wir sicher, dass die Mädchen an den Schulen funktionierende Toilettenräume zur Verfügung haben, die Privatsphäre und adäquate Waschmöglichkeiten bieten. Keine Schülerin soll mehr aus Scham und Angst dem Unterricht fernbleiben, wenn die Natur ihren Lauf nimmt.


Saubere Sache auch für die Umwelt

Um das Problem der Entsorgung der Binden dauerhaft zu lösen, haben wir einfache Verbrennungkästen installiert. Es handelt sich hierbei um lokal produzierte Verbrennungsöfen für je ca. 500 Monatsbinden, die wir an die Toiletten der Sekundarstufen unserer Projektschulen anschließen. Das gibt den Mädchen die Möglichkeit zur Menstruationshygiene in der Schule.


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