RAUCHFREIE ÖFEN UND SOLARANLAGEN: EINSCHRITT IN RICHTUNG NEUZEIT

Die Familien Mugus leben mit einer offenen Feuerstelle in ihren Wohnräumen. Diese dient als Wärme- und Lichtquelle sowie zum Kochen. Dabei verbraucht eine Familie täglich bis zu 60 kg Brennholz. Die Häuser haben wegen der Kälte keine Fenster, weshalb die Familien stundenlang im Rauch des offenen Feuers sitzen. Daraus resultieren bis zu 70 verschiedene Krankheiten – Atemwegserkrankungen, Augen- und Magenprobleme. Auch die Umwelt wird durch radikale Abholzung stark zerstört, was letztlich zu fatalen Erdrutschen führt.

Noch nie hatten die Menschen dort eine Art Heizung. Wir haben speziell auf Mugu zugeschnittene rauchfreie Metallöfen herstellen lassen. Diese verbrauchen bis zu 50% weniger Holz und speichern die Wärme durch eine eingelassene Lehmschicht. Begleitend zur Installation schulen wir die Bewohner in Nutzung und Instandhaltung. Unsere Vision: Jede Familie in Mugu soll einen rauchfreien Ofen erhalten. 

Ein Lichtblick in dunklen Stunden: mit Solaranlagen in die Neuzeit 

Die von uns ausgewählten Solaranlagen sind so entwickelt, dass die Akkus selbst bei völliger Bewölkung im Monsun die drei verbundenen LED-Leuchten bis zu 5 Tage mit Strom versorgen. Die Dorfbewohner haben die Instandhaltung ihrer Solaranlage während der Trainings gelernt und auch einen finanziellen Beitrag geleistet, der in den Kapitalstock ihrer Spargruppe einfloss.

Für die Bewohner Mugus bedeutet Licht einen Sprung vom Mittelalter in Richtung Neuzeit, der ihren Alltag erheblich erleichtert und auch durch geringeren Holzverbrauch die Umwelt schützt. Zudem müssen die Frauen weniger Holz sammeln und mühsam nach Hause schleppen. Die gewonnene Zeit können die Erwachsenen für Feldarbeit oder abendliche Handarbeiten nutzen sowie die Kinder für Spiele und Hausaufgaben. Unser Ziel war von Beginn an, dass jede Familie eine eigene Solaranlage erhält.

 

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