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07.04.2017

World Health Day – auch unsere Kids in Chitwan nehmen teil!

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Die WHO (World Health Organization) feiert seit 1950 jedes Jahr am 7. April den „World Health Day“, um auf die enorme Wichtigkeit von körperlicher und seelischer Gesundheit hinzuweisen. Das Thema dieses Jahr lautet „Talk about depression“ („Lass uns über Depression sprechen.“), denn diese Krankheit ist weltweit die Hauptursache für einen desolaten Gesundheitszustand und der daraus resultierenden Arbeitsunfähigkeit. Dass deutlicher Handlungsbedarf besteht, belegen die Zahlen: Mittlerweile müssen auf allen Kontinenten insgesamt 300 Millionen Menschen mit Depressionen ihren Alltag bestreiten. Das bedeutet ein Plus von 18%, wie bei den Erhebungen zwischen 2005 und 2015 festgestellt wurde.

Die Krankheit findet sich in allen gesellschaftlichen Schichten, Altersgruppen und Lebensläufen – unbeeindruckt von jeglichen Ländergrenzen: Es kann schlichtweg jeden treffen. In schlimmen Fällen wird es für den Betroffenen unmöglich, sein bisheriges Leben in normaler Weise fortzuführen – selbst einfache Handlungen werden zu großen Herausforderungen. Nicht selten führt das zu schlimmen Entscheidungen: Bei der Todesursache für 15-29-jährige steht Selbstmord mittlerweile an zweiter Stelle.

Um auf diese Gefahren hinzuweisen, haben wir heute im nepalesischen Chitwan einen Aktionstag durchgeführt: Ziel war es, den Kindern anschaulich zu machen, dass man zwar durchaus körperlich gesund sein kann, aber ein mentales Ungleichgewicht den Menschen letztlich doch erkranken lässt. Die Schüler unserer Projektschulen wohnten den Ausführungen überaus interessiert bei, denn über das Thema wird in Nepal praktisch nicht gesprochen. Es existiert kaum ein Bewusstsein dafür, welche Konsequenzen dies für die Betroffenen und ihre Familien haben kann, wie man Warnsignale erkennt oder gezielt Vorbeugung betreibt. Anschließend malten die Kinder Schilder mit diversen Slogans, um am Abend auch ihre Eltern auf das Problem aufmerksam zu machen.

Aber auch das Thema Hygiene darf an so einem Tag nicht fehlen: Das regelmäßige Händewaschen ist gerade in einem unhygienischen Umfeld unumgänglich. Und so wurde die – im wahrsten Sinne – richtige Handhabung gleich noch mittrainiert. Eine einfache Tätigkeit die viel bewirken kann: Das Risiko Durchfall zu bekommen, sinkt sofort um die Hälfte. Angesichts der Tatsache, dass weltweit diese Erkrankung noch immer die zweithäufigste Todesursache für Kinder bedeutet, wird es zur Unumgänglichkeit. Die Kinder wollen und werden ihr Wissen weitergeben: Unterrichtete Kinder, die ihre unwissenden Eltern aufklären – ein Konzept, dass schon mehr als einmal in unseren Projektgebieten zu deutlichen Verbesserungen der Lebensumstände geführt hat.

 

 

 

 

 

 

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