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12.06.2017

Internationaler Tag gegen Kinderarbeit – Back to Life unterstützt mittlerweile 8.700 Kinder.

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Es sind Zahlen, die sich für Europäer geradezu unglaublich anhören: Insgesamt 168 Millionen Kinder müssen schwerste Kinderarbeit vollrichten – entweder, weil sie dazu gezwungen werden oder weil ihnen und ihren Familien keine andere Wahl bleibt, um den Lebensunterhalt zu verdienen. Manchmal aus beiden Gründen gleichzeitig. Insgesamt bedeutet das einen Anteil von 11 Prozent aller Kinder weltweit. Der von der ILO (Internationale Arbeitsorganisation) ins Leben gerufene Tag, der immer am heutigen 12.Juni stattfindet, soll ins Gedächtnis rufen, welchen grausamen Lebensbedingungen und Repressalien Kinder auch heute noch schutzlos ausgeliefert sind.

Back to Life vertraut beim Kampf gegen die Kinderarbeit vor allem auf nachhaltige Bildungsmaßnahmen: Ob mit unseren 13 Slumschulen im indischen Benares oder dem mittlerweile 19. Schulgebäude, dass wir zur Zeit in den Bergen Mugus bauen – die mittlerweile 8.700 Kinder, die von unserer Unterstützung profitieren, werden weitaus bessere Chancen haben, der Armutsspirale zu entkommen. Denn ein Kind, dass ohne jegliche Ausbildung und Grundwissen durch das Leben gehen muss, wird in Indien und Nepal kaum einen bessern Job als den eines Tagelöhner bekommen und immer abhängig bleiben.

Dadurch, dass wir den Familien in unseren nepalesischen Projektgebieten  landwirtschaftliche Schulungen und Mikrokredittrainings ermöglichen und die Kosten für z.B. Schuluniformen, Bücher und Arbeitsmaterialien, wie auch die Ausstattungen der Schulen übernehmen, schaffen wir ein spürbares Stück Unabhängigkeit: Für die Familien, aber vor allem für die Mädchen, die nun deutlich länger zur Schule gehen, besser ausgebildet werden, somit später heiraten und auch nicht mehr so häufig bereits minderjährig Mutter werden. Das funktioniert, weil die Kinder nun nicht mehr zwangsläufig als Arbeitskraft eingesetzt werden müssen. So werden sie zu Hoffnungsträgern einer Generation, die es dank echten Bildungschancen einmal besser haben wird.

Der kleine Mann im Fenster einer unserer nahezu wiederaufgebauten Schulen in Nuwakot freut sich schon sehr, bald wieder in eine richtige Schule gehen zu dürfen. Denn seit den Erdbeben 2015 muss der Unterricht in Ruinen und notdürftigen Blechhütten stattfinden.