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01.09.2017

Heftiger Monsun – unsere Hilfe für Leprabetroffene

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Kein Sommer in Benares ohne den berühmt-berüchtigten Monsun. Die extreme Luftfeuchtigkeit in Verbindung mit hohen Temperaturen ist an manchen Tagen unerträglich. Jede größere, körperliche Anstrengung wird zur Herausforderung. Sorgt ein Stromausfall mal wieder dafür, dass der Ventilator oder die Klimaanlage ausfallen, bleiben Hemden nur noch wenige Augenblicke trocken. Doch wenn sich schließlich alle paar Tage düstere Regenwolken über der Stadt entladen, kommen die Wassermassen so geballt herunter, dass Straßen in kürzester Zeit überflutet werden. Alle drängeln sich unter schmalen Vordächern und unter Straßenständen zusammen, Autos und Motorradfahrer pflügen durch das knöchelhohe Wasser, hunderte Fahrradfahrer sitzen pitschnass auf ihren Rädern und versuchen so schnell wie möglich nach Hause zu kommen.

Die unter freiem Himmel bettelnden Menschen mit Lepra-Hintergrund, die wir seit Jahrzehnten unterstützen, sind dann den Gewalten der Natur schonungslos ausgeliefert.
Sie haben kein wirkliches Zuhause. Der „Underground“, jenes unfertige Garagengebäude, das dieser Beschreibung vielleicht noch am nächsten kam, wurde längst vom Militär in Besitz genommen. Doch die Menschen bleiben weiterhin in der Nähe. Wer Jahrzehnte abseits der Gesellschaft gelebt hat, hat nichts mehr, wohin er noch gehen könnte. Back to Life sorgt für die dringend nötige medizinische Versorgung mit Medikamenten, Wundcreme, Verbandsmaterial und Arztbesuchen bis hin zu Gehhilfen und Brillen. Aber in der Monsunzeit brauchen die Menschen vor allem Schutz vor den unglaublichen Regenmaßen – an dem Ort, an dem sie ihren Lebensunterhalt erbetteln. Deshalb verteilen wir jeden Sommer u.a. viele Regenplanen und Regenschirme, um die Menschen etwas besser gegen die Regenflut zu wappnen.

Anmerkung wegen aktueller Berichterstattung in den Medien: Glücklicherweise sind bis heute, trotz der zurzeit extremen Niederschläge, keine Todesopfer in unseren Projektgebieten in Nepal und Indien zu beklagen.

 

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